Koch | Einfach glauben | Buch | 978-3-88095-226-3 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 192 Seiten, PB, Format (B × H): 149 mm x 210 mm, Gewicht: 325 g

Koch

Einfach glauben

Botschaften des Jesus von Nazareth
Erscheinungsjahr 2012
ISBN: 978-3-88095-226-3
Verlag: Publik-Forum Verlags GmbH

Botschaften des Jesus von Nazareth

Buch, Deutsch, 192 Seiten, PB, Format (B × H): 149 mm x 210 mm, Gewicht: 325 g

ISBN: 978-3-88095-226-3
Verlag: Publik-Forum Verlags GmbH


Jesu Anliegen verstauben in Dogmen und Glaubensformeln. Sie verschwinden hinter komplexen Wortgirlanden und theologischen Gebäuden. Das schreckt viele ab und erschwert, sich im christlichen Glauben beheimatet zu fühlen oder sich ihm überhaupt zu nähern. Herbert Koch befreit Jesu Anliegen und Botschaft aus den Kirchenmauern.Er zeigt, wie einfach der Glaube sein kann und wie einfach es ist zu glauben. Jesu Botschaft und Leben war einfach und schlicht. Und so kann auch der christliche Glaube sein. Für alle verständlich. Für alle lebendig.

'Einfach glauben ist immer vertrauen. Einfach glauben ist das, was bleibt, wenn wir Glaubensgegenstände und Glaubenslehren hinter uns lassen, die Vertrauen nicht wecken können. Einfach glauben ist damit Befreiung von negativen Gottes- wie Menschenbildern und von der Furcht, die sie auslösen. Einfach glauben erwächst aus dem unmittelbaren Einleuchten, aus der Einsehbarkeit und Glaubwürdigkeit der Botschaften des Jesus aus Nazareth.' Herbert Koch

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Vorwort

1. Glauben als Einfachglauben
Vertrauen – Anfang und Ende des Glaubens
Vertrauen – Ende von Furcht und Gehorsam
Einfach glauben statt 'fest glauben'

2. Einfach glauben – positiv denken
Die vorhandene Vergebung
Söhne und Töchter Gottes
Das Ende der Sorge
Von der Sorge zur Geschwisterlichkeit

3. Einfach glauben – einfach beten
'Gott ist, dass alles möglich ist'
'Gott weiß, was ihr braucht …'

4. Einfach glauben – einfach nachfolgen?
Nachfolge, nicht 'Gefolgschaft'
Nachfolge, nicht 'Sukzession'
'Lass die Toten ihre Toten begraben!'
'Verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen!'

5. Einfach glauben – einfach handeln
Der selbstverständliche Nächste
Die Maßstäbe des 'Weltgerichts' und der Frieden

6. Einfach glauben – einfach frei sein
Freiheit vom 'Untertansein'
Herr sein über Regel und Ausnahme
Gefährdete Freiheit

7. Einfach glauben – einfach vergeben
Das Ende der Sühneverwaltung
'. so verurteile ich dich auch nicht'

8. Einfach glauben – einfach leben
Quantität oder Qualität?
Verzicht als Gewinn

9. Einfach glauben – einfach sterben?
Glauben ohne Erfahrung?
Der Tod und das Leben
Der Blick über die Grenze: 'Nahtoderfahrungen'

Schluss: Was einfach glauben bedeutet

Literatur


Vorwort

Im ersten Kapitel des Johannesevangeliums wird erzählt, wie der von Jesus in seinen engeren Kreis berufene Jünger Philippus aus dem galiläischen Städtchen Bethsaida einem anderen, Nathanael mit Namen, begeistert berichtet, man habe den Israel von den Propheten verheißenen Messias gefunden. Es sei 'Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth'. Und Nathanael reagiert darauf mit der Frage: 'Aus Nazareth? Kann von dort etwas Gutes kommen?' (Johannes 1, 46).

Der Unterschied zur Weihnachtslegende des Lukasevangeliums ist unverkennbar. Nicht vom Heiligen Geist gezeugt und von Maria jungfräulich geboren ist Jesus hier, sondern einfach 'Josefs Sohn'. Und auch nicht aus Bethlehem kommt er, der 'Stadt Davids', dem Geburtsort des großen Königs unweit von Jerusalem, sondern aus dem kümmerlichen Nazareth in Galiläa, das so unbedeutend ist, dass Nathanael der Mitteilung des Philippus nur mit ungläubiger Skepsis begegnen kann: Was kann denn schon aus Nazareth Gutes kommen!

Auch der älteste schriftliche Bericht über Jesus, der vorliegt, das Markusevangelium, kennt nur die Herkunft Jesu aus Nazareth, weiß – wie auch der Evangelist Johannes – etwas von einer Taufe Jesu am Jordan durch den Asketen und Bußprediger Johannes und teilt dann mit: 'Nachdem aber Johannes gefangen gesetzt war, kam Jesus wieder nach Galiläa und verkündete das Evangelium Gottes.'

Man muss das ausdrücklich festhalten: Das, was Jesus selbst mitzuteilen hatte – und nicht etwa eine der ebenso vielfältigen wie auch mitunter viel umstrittenen späteren Botschaften und Lehren über ihn –, das ist beim Evangelisten Markus 'das Evangelium Gottes'. Das verdient besonderes Augenmerk. Denn in den letzten achtzig Jahren evangelischer Kirchen- und Theologiegeschichte wurde mit diesem Evangelium eher so umgegangen, als teile man die Frage des Nathanael. Nicht zuletzt hat dazu eine Missdeutung der umfangreichen, vielfach aufgelegten Untersuchung Albert Schweitzers mit dem Titel 'Geschichte der Leben-Jesu-Forschung' einiges beigetragen. Diese Fehldeutung besagt, dass aufgrund der jeweiligen Prägung der frühchristlichen Quellen durch die Botschaften über Jesus sich dessen eigenes Reden und Handeln gar nicht mehr in hinreichender Klarheit erheben lasse.

Albert Schweitzer wird zu Unrecht für diese Auffassung in Anspruch genommen, war jedenfalls ausdrücklich nicht dieser Meinung, wie man der 'Schlussbetrachtung' seines viel zitierten, aber offenbar selten sorgfältig gelesenen Werkes entnehmen kann. Es ging ihm vielmehr darum, dass man es sich nicht durch Umdeutungen bequem einrichtet mit dem, was an der Botschaft Jesu so beschaffen ist, dass sich das in einer jeweiligen Gegenwart vorherrschende Denken dagegen sträubt. Oder weil es zur Ideologie religionsverwaltender Institutionen querliegt, wie man heute etwa im Blick auf den 'Jesus' Joseph Ratzingers/Benedikts XVI. hinzufügen kann.

Nicht zuletzt beruht das auf der in ihrer Konsequenz so herausfordernden Einfachheit der originalen Botschaften des Nazareners, wie sie beim heutigen Forschungsstand weit besser noch erkennbar geworden sind als zu Schweitzers Zeit. Diese Einfachheit, die gerade auch durch ihre Verständlichkeit kritisch und anspruchsvoll ist, soll im Folgenden in verschiedenen thematischen Zusammenhängen erkennbar werden.


Herbert Koch, geboren 1942, promovierte nach dem Theologiestudium bei Professor Eduard Lohse zum Dr. theol. im Fach Neues Testament. Außer im Gemeindedienst hat er als Gefängnisseelsorger und Industriepfarrer gearbeitet und ist heute Superintendent im Ruhestand. Mit?arbeit in der 'Ökumenischen Initiative Kirche von unten' (IKvu); mehrere Buchveröffent?lichungen, zuletzt: 'Der ge?opferte Jesus und die christliche Gewalt' (2009).



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