Liebe Besucherinnen und Besucher,
aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
Buch, Deutsch, 148 Seiten, KART, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 225 g
Buch, Deutsch, 148 Seiten, KART, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 225 g
Reihe: Literaturwissenschaft, Bd. 122
ISBN: 978-3-7329-1208-7
Verlag: Frank und Timme GmbH
Friedrich Hölderlin war von Inseln fasziniert, vor allem von den griechischen Archipelen. Doch warum begeistert sich der Dichter so anhaltend für sie? Und warum weicht er so markant vom Inseldiskurs seiner Zeit ab? Die Hölderlin-Expertin Eva Kocziszky setzt in Ihrer Analyse seiner Geopoetik beim Frühwerk an. Sie fokussiert dabei auf die antike Gegenüberstellung von Festland und Inseln. Letztere sind in Hölderlins Anschauung mobil, sie „schwimmen“. Er betrachtet sie als Initiatoren und Träger historischer Bewegungen. Dass darin zuweilen auch ihre Tragik liegt, belegen Analysen zu den Titanen mit den „schiffenden“ Inseln, zur Insel der unendlichen Liebe in Thränen sowie zu den Südseeinseln in den Fragmenten Tinian und Kolomb. Inseln sind in ihrer Pluralität eigene orbes, die jeweils eine andere Sprache und andere poetologische Zugänge verlangen. Kocziszky belegt zudem, dass Hölderlins späte Dichtung und Poetologie den Diskurs mit der Antike nicht aufgibt, sondern diesen Diskurs auf eine radikale Weise erneuert und so „voll alten Geists“ bleibt.




