Kozjubynskyj / Prochasko | Auf dem Felsen | Buch | 978-3-8353-6121-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 256 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 200 mm

Reihe: Ukrainische Bibliothek

Kozjubynskyj / Prochasko

Auf dem Felsen

Erzählungen und Novellen
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-8353-6121-8
Verlag: Wallstein Verlag GmbH

Erzählungen und Novellen

Buch, Deutsch, 256 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 200 mm

Reihe: Ukrainische Bibliothek

ISBN: 978-3-8353-6121-8
Verlag: Wallstein Verlag GmbH


Mit impressionistischem Blick zeichnet Mychajlo Kozjubynskyj Menschen zwischen Traum und Alltag und führt mit seinen Erzählungen von den Karpaten bis zur Krym.

Mychajlo Kozjubynskyj gilt als einer der großen, aber weitgehend Unbekannten der europäischen Moderne. Seine Novellen und Erzählungen führen in die Karpaten und auf die Krym, in eine Welt, die zwischen Jahrhundertwende und Umbruch schwebt. Mit impressionistischer Genauigkeit zeichnet er Menschen in ihrem Alltag, eingebunden in Gemeinschaften, geprägt von Kulturen, getrieben von Erwartungen und Träumen. Kein Detail entgeht ihm – weder das Licht auf einem Berghang noch der Geruch in einem Ka?eehaus, kein Derwischtanz und kein verschwiegener Blick entzieht sich ihm.
In den Krym-Novellen schildert Kozjubynskyj das Leben der Krymtataren, das er während seiner Tätigkeit als Verwaltungsbeamter in der Region beobachten konnte. In den Karpaten begegnete er dem Bergvolk der Huzulen, deren Legenden und soziale Praktiken er in dem Roman »Schatten der vergessenen Ahnen« verewigte – einem Werk, das Sergei Paradschanow zu einem grandiosen Film inspirierte, der im deutschsprachigen Raum auch unter dem Titel »Feuerpferde« bekannt wurde.
Kozjubynskyj schrieb sein Leben lang gegen die Zeit: aufgerieben zwischen künstlerischem Drang und der Pflicht, den Lebensunterhalt für seine Familie zu sichern. Was er hinterließ, ist von einer sinnlichen Dichte, die ihresgleichen sucht.

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Weitere Infos & Material


Kozjubynskyj, Mychajlo
Mychajlo Kozjubynskyj (1864-1913) wuchs in der ukrainischen Provinz auf und arbeitete jahrelang als Verwaltungsbeamter, da das Schreiben allein die Familie nicht ernährte. Im Dienst einer Reblausbekämpfungsstelle bereiste er weite Teile der Ukraine, Bessarabiens und der Krym und gewann dabei einen tiefen Einblick in die Lebenswelt nationaler Minderheiten, der seine Prosa nachhaltig prägte. Er starb mit 49 Jahren auf dem Höhepunkt seines Schaffens an Tuberkulose.

Maljartschuk, Tanja
Tanja Maljartschuk, geb. 1983, ist eine ukrainische Schriftstellerin und Essayistin. Sie lebt seit 2011 in Wien, ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt, und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Prochasko, Jurko
Jurko Prochasko, geb. 1970 in Iwano-Frankiwsk (Westukraine), ist Autor, Übersetzer und Psychoanalytiker. Für seine Essays und Übersetzungen, u. a. von Robert Musil, Franz Kafka und Joseph Roth, wurde er mit dem Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung ausgezeichnet.

Prochasko, Jurko
Jurko Prochasko, geb. 1970 in Iwano-Frankiwsk (Westukraine), ist Autor, Übersetzer und Psychoanalytiker. Für seine Essays und Übersetzungen, u. a. von Robert Musil, Franz Kafka und Joseph Roth, wurde er mit dem Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung ausgezeichnet.

Dathe, Claudia
Claudia Dathe, geb. 1971, arbeitet seit 2005 in Projekten zum literarischen Übersetzen, zum Kulturaustausch und zur politischen Bildung und übersetzt Literatur aus dem Ukrainischen und Russischen. Für ihr Engagement um die Vermittlung ukrainischer Literatur im deutschsprachigen Raumwurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Kratochvil, Alexander
Alexander Kratochvil ist Literaturübersetzer aus dem Ukrainischen und Tschechischen sowie als Slawist an der Universität München (LMU) tätig. Unter anderem übersetzte er die Werke von Oksana Sabuschko, Jurij Wynnytschuk, Oleksandr Irwanez, Artem Tschech, Andrij Ljubka und Sofia Andruchowytsch, sowie den Klassiker der ukrainischen Moderne, Walerijan Pidmohylnyj. 2024 wurde er mit dem Internationalen Hermann-Hesse Preis ausgezeichnet, zusammen mit Maria Weissenböck und Sofia Andruchowytsch.



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