Kren / Leisch-Kiesl | Kultur – Erbe – Ethik | Buch | 978-3-8376-5338-0 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 12, 486 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 747 g

Reihe: Linzer Beiträge zur Kunstwissenschaft und Philosophie

Kren / Leisch-Kiesl

Kultur – Erbe – Ethik

»Heritage« im Wandel gesellschaftlicher Orientierungen
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-8376-5338-0
Verlag: transcript

»Heritage« im Wandel gesellschaftlicher Orientierungen

Buch, Deutsch, Band 12, 486 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 747 g

Reihe: Linzer Beiträge zur Kunstwissenschaft und Philosophie

ISBN: 978-3-8376-5338-0
Verlag: transcript


1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Den unmittelbaren Anlass bildet der 75. Geburtstag des Denkmalpflegers, Kunsthistorikers und Intellektuellen Wilfried Lipp. Das Feld, das mit Bezug zum Wirken einer konkreten Person eröffnet wird, weist jedoch weit darüber hinaus. Oder vielmehr: Es führt ganz tief hinein in Geschichte, Gegenwart und Zukunft unseres Umgangs mit ›Erbe‹. Warum also das Thema? Weil das Umgehen mit ›Heritage‹ als Modus der Erinnerungskultur eine Daueraufgabe ist – und weil dessen Formen auch viel über uns erzählen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Von handfesten denkmalpflegerischen Problemen (Wie die auf uns gekommene ›Materie‹ erhalten?) über die Implikationen der Ausweitung(en) des Denkmalbegriffs (Stichwort: Immaterielles Kulturerbe) bis zu den auch ethischen Dimensionen der Frage, wie wir die Vielfalt des Erbes in unser Heute integrieren wollen und können: Standortbestimmungen aus einer ›Innenperspektive‹, Reflexionen über ein Jahrhundert der wissenschaftlichen Denkmalpflege, kritische Blicke auf die Gegenwart etc. – und Fragen an unsere Zukunft.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Neben im deutschsprachigen Raum wenig behandelten internationalen Beispielen werden insbesondere in der Spannung von ›globalen‹ und ›regionalen‹ Problemfeldern und Gegebenheiten neue Dynamiken sichtbar: ›Heritage‹ aktualisiert sich in vielgestaltigen Aushandlungsprozessen zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, technischen – und auch wirtschaftlichen – Möglichkeiten, zwischen Politik und Ideologie. Deutlich wird darin nicht zuletzt, dass jede Aufgabe kulturell und historisch spezifisch ist und so individuelle Antworten erfordert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Reizvoll: mit denen zu diskutieren, die ›an der Wiege‹ der modernen Denkmalpflege stehen – Ruskin, Riegl, Dehio, Dvorák. Und diesseits des Gedankenspiels: ›Keine Zeit hat soviel zerstört wie die Moderne; keine Zeit hat soviel bewahrt wie die Moderne: durch Entwicklung von Fertigkeiten, immer mehr Herkunft in die Zukunft mitzunehmen.‹ (Odo Marquard) Anregend wäre der Dialog mit allen, die über ›Moderne(n)‹ nachdenken; und mit allen, die durch Bildung und Ausbildung dieser ›Fertigkeiten‹ Erinnerungen gestalten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Denkmal, Erbe, Identität – es ist unser Handeln, durch das solche Kategorien erst Sinn und Bedeutung erhalten.

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Weitere Infos & Material


Kren, Reinhard
Reinhard Kren, studierte Geschichte und Philosophie an der Universität Wien (Studienabschluss 2001), war 2006 bis 2020 Mitarbeiter am Fachbereich Kunstwissenschaft der Katholischen Privat-Universität Linz und ist seit 2020 ebenda in der Abteilung PR & Kommunikation beschäftigt. Von 1999 bis 2005 arbeitete er als Buchhändler und Antiquar; heute ist er zudem auch als Lektor wissenschaftlicher Publikationen sowie als Rezensent tätig.

Leisch-Kiesl, Monika
Monika Leisch-Kiesl (Univ.-Prof.in DDr.in), geb. 1960, lehrt Kunstwissenschaft und Ästhetik an der Fakultät für Philosophie und für Kunstwissenschaft der Katholischen Privat-Universität Linz. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt unter anderem auf Diskursfeldern zeitgenössischer Kunst in inter- und transkulturellen Kontexten. Neben regelmäßigen Forschungsaufenthalten in Basel und Krakau engagiert sich die Kunstwissenschaftlerin und Philosophin in kuratorischen Projekten.

Reinhard Kren, geb. 1973, Historiker und Philosoph, ist Mitarbeiter am Fachbereich Kunstwissenschaft der Fakultät für Philosophie und Kunstwissenschaft der Katholischen Universität Linz. Zudem arbeitet er als Buchhändler und Antiquar, als Lektor wissenschaftlicher Publikationen sowie als Rezensent.
Monika Leisch-Kiesl, geb. 1960, ist Universitätsprofessorin für Kunstwissenschaft und Ästhetik an der Fakultät für Philosophie und Kunstwissenschaft der Katholischen Universität Linz. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Kunsttheorie und Ästhetik, Text und Bild, Gegenwartskunst, Zeichnung, Gender Studies sowie Kunst in inter- und transkulturellen Kontexten.



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