Buch, Deutsch, Band 12, 486 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 747 g
Reihe: Linzer Beiträge zur Kunstwissenschaft und Philosophie
»Heritage« im Wandel gesellschaftlicher Orientierungen
Buch, Deutsch, Band 12, 486 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 747 g
Reihe: Linzer Beiträge zur Kunstwissenschaft und Philosophie
ISBN: 978-3-8376-5338-0
Verlag: transcript
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Den unmittelbaren Anlass bildet der 75. Geburtstag des Denkmalpflegers, Kunsthistorikers und Intellektuellen Wilfried Lipp. Das Feld, das mit Bezug zum Wirken einer konkreten Person eröffnet wird, weist jedoch weit darüber hinaus. Oder vielmehr: Es führt ganz tief hinein in Geschichte, Gegenwart und Zukunft unseres Umgangs mit ›Erbe‹. Warum also das Thema? Weil das Umgehen mit ›Heritage‹ als Modus der Erinnerungskultur eine Daueraufgabe ist – und weil dessen Formen auch viel über uns erzählen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Von handfesten denkmalpflegerischen Problemen (Wie die auf uns gekommene ›Materie‹ erhalten?) über die Implikationen der Ausweitung(en) des Denkmalbegriffs (Stichwort: Immaterielles Kulturerbe) bis zu den auch ethischen Dimensionen der Frage, wie wir die Vielfalt des Erbes in unser Heute integrieren wollen und können: Standortbestimmungen aus einer ›Innenperspektive‹, Reflexionen über ein Jahrhundert der wissenschaftlichen Denkmalpflege, kritische Blicke auf die Gegenwart etc. – und Fragen an unsere Zukunft.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Neben im deutschsprachigen Raum wenig behandelten internationalen Beispielen werden insbesondere in der Spannung von ›globalen‹ und ›regionalen‹ Problemfeldern und Gegebenheiten neue Dynamiken sichtbar: ›Heritage‹ aktualisiert sich in vielgestaltigen Aushandlungsprozessen zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, technischen – und auch wirtschaftlichen – Möglichkeiten, zwischen Politik und Ideologie. Deutlich wird darin nicht zuletzt, dass jede Aufgabe kulturell und historisch spezifisch ist und so individuelle Antworten erfordert.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Reizvoll: mit denen zu diskutieren, die ›an der Wiege‹ der modernen Denkmalpflege stehen – Ruskin, Riegl, Dehio, Dvorák. Und diesseits des Gedankenspiels: ›Keine Zeit hat soviel zerstört wie die Moderne; keine Zeit hat soviel bewahrt wie die Moderne: durch Entwicklung von Fertigkeiten, immer mehr Herkunft in die Zukunft mitzunehmen.‹ (Odo Marquard) Anregend wäre der Dialog mit allen, die über ›Moderne(n)‹ nachdenken; und mit allen, die durch Bildung und Ausbildung dieser ›Fertigkeiten‹ Erinnerungen gestalten.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Denkmal, Erbe, Identität – es ist unser Handeln, durch das solche Kategorien erst Sinn und Bedeutung erhalten.




