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Krischke / Winter | Baukunst für die Zeichenschule | Buch | 978-3-8030-3429-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 347 Seiten, Format (B × H): 215 mm x 279 mm, Gewicht: 1608 g

Krischke / Winter

Baukunst für die Zeichenschule

Die Sammlung von Modellen nach antiker Architektur im Lindenau-Museum Altenburg
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-8030-3429-8
Verlag: WASMUTH VERLAG GmbH

Die Sammlung von Modellen nach antiker Architektur im Lindenau-Museum Altenburg

Buch, Deutsch, 347 Seiten, Format (B × H): 215 mm x 279 mm, Gewicht: 1608 g

ISBN: 978-3-8030-3429-8
Verlag: WASMUTH VERLAG GmbH


Mit der Publikation „Baukunst für die Zeichenschule – Die Sammlung von Modellen nach antiker Architektur im Lindenau-Museum Altenburg“ wird erstmals der außergewöhnliche Bestand an Architekturmodellen des Muse-ums im thüringischen Altenburg umfassend vorgestellt. Sie präsentiert 38 Modelle aus allen maßgeblichen Materialgattungen und dokumentiert da-mit ein selten vollständiges Spektrum historischer Lehrmittel. Die Modelle aus Kork, Stein, Bronze und Terrakotta wurden zum Studium antiker Architektur genutzt, beispielsweise das Kolosseum in Rom, der Parthenon in Athen oder der Hera-Tempel in Paestum.

Der Astronom, Politiker und Sammler Bernhard August von Lindenau (1779–1854) gründete 1848 in Altenburg eine Kunstschule und kurz darauf ein Museum, um vor allem zukünftigen Architekten, Ingenieuren und Hand-werkern eine „höhere, geläuterte Bildung des Geschmacks“ zu ermöglichen. Da ein Besuch der antiken Stätten in Italien und Griechenland für angehen-de Zimmermanns- oder Maurerlehrlinge des 19. Jahrhunderts unerreichbar war, holte Lindenau die Antike in Form von Modellen nach Altenburg.

Der nun vorliegende Katalog zeigt die besondere Verbindung dieser Model-le mit der Lindenau’schen Kunstschule und hebt eine Besonderheit hervor: eine in Altenburg entwickelte „Architekturgeschichte in Modellen“ aus Terrakotta, die im Unterricht selbst entstanden ist. Anhand der Modelle bietet der Band Einblicke in weitere Sammlungsbereiche des Museums, da-runter die Kunstbibliothek, die Sammlung antiker Keramik und Gemälde seit dem 18. Jahrhundert.

Der Band ist das Ergebnis der Kooperation des Lindenau-Museums mit dem Lehrstuhl für Klassische Archäologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Im Zuge der Renovierung und Neukonzeption des Museums ergab sich die Gelegenheit, die Modelle nach Jena auszuleihen, dort auszustellen, in die Lehre einzubinden und wissenschaftlich zu erforschen.

Studierende des Lehrstuhls sowie das Team des Lindenau-Museums tragen wesentlich zu neuen Erkenntnissen über den Bestand und die Sammlungsge-schichte bei. Dazu gehört beispielsweise die Entdeckung, dass der Sammler Bernhard von Lindenau ausgerechnet in Rom Modelle aufspürte, die von einem Deutschen in Deutschland gefertigt worden waren.

Das Lindenau-Museum würdigt mit der Publikation Dieter Cöllen, des einzi-gen Phelloplastikers der Gegenwart, der 2024 verstorben ist. Er präsentierte in Altenburg sein Modell des von Terroristen zerstörten Bel-Tempels in Palmyra (Syrien) und stellte sein für einen privaten Auftraggeber geschaf-fenes Pantheon-Modell exklusiv im Residenzschloss aus. Cöllen restaurierte alle historischen Korkmodelle der Lindenau-Sammlung und fertigte wenige Monate vor seinem Tod gemeinsam mit seiner Frau ein Modell der Tomba del Colle Casuccini in Chiusi an, das in die Neupräsentation des Museums Eingang finden wird.

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Weitere Infos & Material


Krischke, Roland Dr.
Dr. Roland Krischke, geboren 1967 in Heidelberg, studierte Romanistik, Slawistik, Philosophie und Germanistik in Heidelberg, Münster, Wien und Frankfurt am Main. Er war u. a. im Museum Haus Cajeth, Heidelberg, im Landesmuseum Mainz, in der Max-Slevogt-Galerie auf Schloss Villa Ludwigshöhe in Edenkoben sowie als Direktor Kommunikation und Bildung der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha tätig. Von 2014 bis 2016 arbeitete er als Verleger. Seit November 2016 ist er Direktor des Lindenau-Museums Altenburg, seit 2017 Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gerhard Altenbourg und seit 2020 Direktor der Altenburger Museen. Er kuratierte zahlreiche Ausstellungen und publiziert zur Kunst-, Literatur- und Kulturgeschichte.

Winter, Eva
Prof. Dr. Eva Winter, geboren 1971 in Mönchengladbach-Rheydt, Studium der Klassischen Archäologie, Vorderasiatischen Archäologie und Kunstgeschichte an der Philipps-Universität Marburg und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Promotion ebenda 2001 zur Historischen Topographie und Siedlungsgeschichte der Chalkidiki, zwischen 2001 und 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, nach Vertretung an der Humboldt-Universität Berlin 2010 Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München zu Formen und Funktionen antiker Zeitmesser, 2013 Fellow am Exzellenzcluster TOPOI, anschließend Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 644 Transformationen der Antike, 2014 Übernahme des Lehrstuhls Klassische Archäologie an der Friedrich-Schiller Universität Jena.



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