Brechungen einer sozialen Form in der Moderne
Buch, Deutsch, 238 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 135 mm x 225 mm, Gewicht: 342 g
ISBN: 978-3-8376-1400-8
Verlag: transcript
. mit Martin Löhnig
1. 'Bücher, die die Welt nicht braucht.' Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Sie kommen aus einer Familie, in der die Welt noch heil ist? Alle brav verheiratet? Viele, viele Kinder? Klare und klassische Rollenmodelle? Keine Ehescheidungen weit und breit? Keine Seitensprünge? Keine unehelichen Kinder? Keine Kinder aus dem Reagenzglas? Kein Inzest? Kein Patchwork? Keine Familientragödien? Dann brauchen Sie das Buch trotzdem, denn was nicht ist, kann ja noch werden. Und bis dahin sollten Sie wissen, warum.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Einen interdisziplinären Blick auf Krise und Zerfall einer vormodernen sozialen Form in der Moderne als kulturgeschichtlicher Prozess.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
In der Moderne sind neue Möglichkeiten der simultanen und sukzessiven Bildung neuer Partnerschaften und damit neue Bilder von Elternschaft, Kindschaft und Familie entstanden. Dieser Entwicklungsprozess ist genauso wie die gesellschaftliche Bewertung und Selbstdeutung dieser fragmentierten Familien seither ebenso ein Standardthema in der sozialwissenschaftlichen, theologischen und psychologischen Literatur, wie sie Rechtswissenschaftler beschäftigt und Literaten inspiriert hat.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Napoléon, dem Schöpfer der ersten modernen Familienrechtskodifikation. Mit Johann Gottlieb Fichte, der meinte, die Ehe höre auf, wenn die Liebe aufhöre. Mit Tony Buddenbrook, die immer an die Familie geglaubt hat. Mit dem Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags, der nicht so genau weiß, was er sich unter Familie vorstellen soll. Und mit Hägar, dem Schrecklichen.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Sind wir nicht alle irgendwie fragmentiert? Ein Buch für Leser, die zentrale Fragen des Lebens gerne kulturwissenschaftlich behandeln.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Sozialwissenschaften Soziologie | Soziale Arbeit Soziale Gruppen/Soziale Themen Sozialisation, Soziale Interaktion, Sozialer Wandel
- Sozialwissenschaften Soziologie | Soziale Arbeit Spezielle Soziologie Familiensoziologie
- Sozialwissenschaften Ethnologie | Volkskunde Ethnologie Sozialethnologie: Familie, Gender, Soziale Gruppen




