Buch, Deutsch, Band 69, 310 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 483 g
›Kämpfe ums Möglichwerden‹ im Kontext von Mutterschaft und Erwerbslosigkeit
Buch, Deutsch, Band 69, 310 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 483 g
Reihe: Gesellschaft der Unterschiede
ISBN: 978-3-8376-6054-8
Verlag: transcript
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die gesellschaftlichen Verhältnisse sind fundamental durch soziale Ungleichheit geprägt. Dennoch bleibt ein kollektives Aufbegehren durch Menschen in prekären Lebenslagen gegen diese Umstände oft aus. Das Buch versucht besser zu verstehen, warum. Es untersucht, was im Kontext von Mutterschaft und Erwerbslosigkeit gegenwärtig die Konsequenzen und Bedingungen davon sind, die eigene Lage überhaupt erst als prekär und die eigene Position als politisch zu verstehen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch startet mit der postrukturalistischen Erkenntnis, dass Subjekt und gesellschaftliche Ordnung sich nicht gegenüberstehen. Daran anknüpfend untersucht es die Frage, weswegen ein prekäres Subjekt nicht immer schon ein politisches ist, auf neue Art: Theoretisch und empirisch werden die Kämpfe nachvollzogen, die unternommen werden müssen, um innerhalb prekärer Verhältnisse überhaupt zum Subjekt zu werden und es wird nach Preis und Grenze der Möglichkeiten von Kritik in dieser Subjektivierung gefragt.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Buch zeigt systematisch auf, inwieweit eine poststrukturalistische Perspektive auf das Verhältnis von Subjektivierung, Prekarität und Politik hilfreich ist, um die aktuelle gesellschaftliche Lage zu analysieren und zu kritisieren. Empirisch gibt es einen vielschichtigen Einblick in die komplexen (Un-)Möglichkeitsbedingungen gegenwärtiger (politischer) Subjektivierung im Kontext ›prekärer Mutterschaft‹.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die sich dafür interessieren, wie man Orte und Bedingungen dafür schaffen kann, dass es möglich wird, Prekärsein und Prekarität anders zu verstehen und politisch zum Thema zu machen; und mit Judith Butler.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Prekäre Subjektivierung heißt, stetig dafür zu kämpfen, überhaupt möglich zu sein – diese Kämpfe haben bedeutsame Auswirkungen auf die (Un-)Möglichkeiten von Kritik!




