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Buch, Deutsch, 110 Seiten, Format (B × H): 240 mm x 160 mm, Gewicht: 176 g
Erzählungen aus der Jugend eines Unterwälder Siebenbürgers
Buch, Deutsch, 110 Seiten, Format (B × H): 240 mm x 160 mm, Gewicht: 176 g
ISBN: 978-3-949583-87-2
Verlag: Schiller Verlag
Zu Beginn fiel es meinem Großvater gar nicht auf. Dann aber fragte er mich doch jedes Mal, was ich denn da mitschriebe, während er mir erzählte. „Nichts, nichts, erzähl ruhig einfach weiter, lieber Opa“, antwortete ich stets ausweichend, ahnte ich doch seine Reaktion, sollte ich ihm meine Absichten kundtun. Zunächst folgte er meiner Bitte, nicht ohne einen äußerst skeptischen Blick auf mich zu werfen, und fuhr fort. Einmal aber sagte er mir das Folgende: „Was hast Du vor mit diesen Notizen? Wenn Du mir nicht sogleich erzählst, was Du mit diesen Notizen vorhast, erzähl ich Dir kein Wort mehr.“ Ich musste gar nicht antworten, denn er fragte schon weiter: „Du willst diese Märchen doch nicht etwa aufschreiben?“ Nun war ich es, der grinste, und damit verriet, dass er absolut richtig lag, und ergänzte nur noch: „Ich bin schon dabei und habe bereits ein paar Erzählungen zusammengefasst!“ „Du bist verrückt!“, lautete seine Antwort. „Was vergeudest Du Deine wertvolle Zeit mit diesen Geschichten? Du könntest lernen, Sport treiben, schlafen, Dich anderweitig erholen, aber stattdessen verschwendest Du Deine Zeit mit diesen Märchen, die ohnehin niemanden interessieren.“ „O doch, das tun sie“, meinte ich. „Wer interessiert sich dafür?“, fragte mein Großvater. „Ich“, lautete meine kurze Antwort, die so entwaffnend war, dass auch mein Großvater darüber lachen musste. So kam es, dass wir uns unzählige Male trafen, in denen wir die eine oder andere Geschichte besprachen, wobei manche Details erst beim erneuten Erzählen dazukamen beziehungsweise zutage traten, und wir lachten häufig darüber, dass wir uns an die Geschichten teilweise unterschiedlich erinnerten, sei es, weil ich mir einen Teil dazu gedichtet hatte, sei es, weil mein Großvater die Geschichte beim Wiederholen tatsächlich mit unterschiedlichen Nuancen erzählte.
Der nachfolgende, zweite Band der Geschichten aus Siebenbürgen soll zusammen mit dem ersten als schriftliches Zeugnis unserer wunderbaren familiären Freundschaft dienen und diese hierdurch auch nachfolgenden Generationen wie bereits unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln Lukas Michael und Sophia Solomia erhalten und weitergeben.
Zielgruppe
Siebenbürger Sachsen und an Siebenbürgen Interessierte




