Lapp | Willi Stoph. Moskaus Mann in der DDR-Führung | Buch | 978-3-69095-152-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 276 Seiten, Format (B × H): 168 mm x 242 mm, Gewicht: 688 g

Lapp

Willi Stoph. Moskaus Mann in der DDR-Führung

Eine politische Biographie
Erstauflage 2026
ISBN: 978-3-69095-152-4
Verlag: Engelsdorfer Verlag

Eine politische Biographie

Buch, Deutsch, 276 Seiten, Format (B × H): 168 mm x 242 mm, Gewicht: 688 g

ISBN: 978-3-69095-152-4
Verlag: Engelsdorfer Verlag


Über Willi Stoph (1914-1999) gibt es bisher keine politische Biographie, obwohl er in der DDR in der Rangfolge der führenden Politiker an zweiter Stelle stand. Bis 1989 blieb er der „ewige Zweite“. Stoph, Mitglied des SED-Politbüros, diente in den 1950er Jahren dem Regime als Innen- und Verteidigungsminister, in den Jahren von 1964 bis 1989 als „Vorsitzender des Ministerrates der DDR“, unterbrochen 1973 bis 1976, in denen er als „Vorsitzender des Staatsrates“ (DDR-Staatsoberhaupt) amtierte. Im Politbüro gehörte er zur „Moskau-Fraktion“, die eine bedingungslose Anbiederung an die damalige sowjetische Führung betrieb und jede deutsch-deutsche Annäherung ablehnte. In diesem Gremium standen sich seit Anfang der 1980er Jahre zwei Gruppen in einem grundlegenden, schwelenden Dissens in prinzipieller Gegnerschaft gegenüber: Die „Dogmatiker“ mit Stoph an der Spitze (Egon Krenz 2023: „Mann Moskaus in der DDR-Führung“), auf der anderen Seite die „Realisten“ mit dem Honecker-Vertrauten Günter Mittag in der ersten Reihe, Mitglied des Politbüros und ZK-Sekretär für Wirtschaft. Ihre Gegner bezeichneten diese als „Westdrall-Genossen“, weil sie aufgrund der Gefahr eines wirtschaftlichen Desasters in der DDR für Westkredite und eine Kooperation mit der Bundesrepublik eintraten, um das Überleben des Staates zu sichern. Wie sich Stoph in den Auseinandersetzungen verhielt, was der Dissens im Politbüro für ihn und die DDR bedeutete, was ihn bewog, allein auf die Sowjets zu setzen, sind wesentlicher Bestandteil dieser politischen Biographie. Ausgewertet wurden Unterlagen des Bundesarchivs, vor allem die Protokolle des Politbüros, die Kaderakte von Stoph, Duplikate aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv, die Protokolle der SED-Parteitage, ein kleiner Teil des Bestandes des DDR-Ministerrates, Veröffentlichungen von Willi Stoph, und das Buch seines ehemaligen Staatssekretärs im Ministerrat, der im „Nebenamt“ als MfS-Oberst und „Offizier im besonderen Einsatz“ für das Mielke-Imperium tätig war.

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