Buch, Deutsch, 175 Seiten, PB, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 240 g
Gedichte
Buch, Deutsch, 175 Seiten, PB, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 240 g
ISBN: 978-3-9503223-4-7
Verlag: Leitgeb, Norbert, Dr.
Norbert Leitgebs heitere Gedichte handeln in diesem Band vom Leben, der Liebe, von Gott, Tod und Teufel. Er erzählt von „Freund Joschi“, von dessen Erlebnissen als Forscher, erträumten Problemlösungen, dem Sonnesprung-Effekt, den Erlebnissen im Zug, bei der Telefonberatung, dem Kampf mit dem inneren Schweinehund und die Parabel vom vegetarischen Kater. Das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz, wenn Joschi mit der Unlogik der Frauen kämpft, ihre Blicke missdeutet, seine Unordnung eine Liebesnacht verhindert oder abgewiesen wird, weil er an falscher Stelle gespart hat. Leitgeb berichtet über die Gebrauchsanweisung für Frauen, deren Heirats- Gen, die Klage des Todes über seine Unbeliebtheit und vom Streitgespräch des Teufels mit Gott. Auch die Bürokratie wird beleuchtet, die Frage, was Beamte tun, wie ein Behördenbrief entsteht, das Behörden- Chronometer, das Bundeswünscheamt und das Bundeslachgesetz.
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Verdacht
Als Gott dereinst die Welt gemacht,
hat er mit Sorgfalt es bedacht,
dass alles, bis zu Mück’ und Zeck
erfülle einen Sinn und Zweck!
Dies äußerst nützliche Prinzip
war durchaus auch den Menschen lieb,
zwar nicht sogleich im Paradies,
doch danach, als es schuften hieß.
Beim Menschen zeigt den Nutzen schon
der Name einer Profession:
Der Jäger jagt, der Lehrer lehrt,
der Bäcker bäckt, der Fahrer fährt,
der Fischer fischt, der Richter richtet,
der Koch bekocht, der Dichter dichtet, ...
Der Name zeigt, wozu wer gut,
ob wer und wenn, was jemand tut.
So setzt die Regel, bei der Sicht,
auch die Beamtenschaft ins Licht:
Behörden, merkt man, sind bescheiden:
Dort muss ein Amt man bloß bekleiden! ...
Doch macht da stutzig leider nun:
„Bekleiden“ heißt ja noch nicht „tun“! …
Und auch „Beamter“, dieses Wort,
nennt nicht das Tun, nein, bloß den Ort,
bezeichnet nicht, was er dort macht, ...
... da regt sich schrecklicher Verdacht! ...




