Buch, Deutsch, Band 22, 478 Seiten, GEKL, Format (B × H): 135 mm x 208 mm
Reihe: Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung
Eine diskursanalytische Untersuchung der Energieversorgungskrise nach Fukushima
Buch, Deutsch, Band 22, 478 Seiten, GEKL, Format (B × H): 135 mm x 208 mm
Reihe: Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung
ISBN: 978-3-7316-1247-6
Verlag: Metropolis
Im Anschluss widmet sich die Arbeit der japanischen Antiatombewegung und beleuchtet deren heterogene Zusammensetzung, ihre Kommunikationsstrategien und handlungsleitenden Narrative aus diskursanalytischer Sicht. Indem der Autor die ethnografischen Beobachtungen stets in die größeren politischen und sozioökonomischen Zusammenhänge verortet, wird es unter anderem nachvollziehbar, warum entgegen den Erwartungen vieler Beobachter weder eine radikale Wende in der Energiepolitik in Japan stattgefunden hat, noch eine starke grüne Partei etabliert werden konnte. Die Arbeit argumentiert, dass Fukushima stattdessen einen tiefer greifenden Mentalitäts- und Verhaltenswandel einleitete und die Bedeutung von „Energieverbrauch“ in der japanischen Gesellschaft in den Vordergrund rücken ließ. Methodisch betritt die Arbeit Neuland durch Verbindung von wissenssoziologischer Diskursanalyse und Ethnografie und leistet einen wertvollen Beitrag zu den sozial- und kulturwissenschaftlichen Japanstudien, zur Energiepolitikforschung und zur qualitativen Sozialforschung.




