Loest | Katerfrühstück | Buch | 978-3-9802139-6-7 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 240 Seiten, LEDER, Format (B × H): 120 mm x 200 mm, Gewicht: 379 g

Loest

Katerfrühstück

Roman
Erscheinungsjahr 1992
ISBN: 978-3-9802139-6-7
Verlag: Linden-Vlg Leipzig

Roman

Buch, Deutsch, 240 Seiten, LEDER, Format (B × H): 120 mm x 200 mm, Gewicht: 379 g

ISBN: 978-3-9802139-6-7
Verlag: Linden-Vlg Leipzig


Ein sechzigster Geburtstag wird gefeiert und ein Mädchen geboren, ein Betrüger aus der Familie verbannt und eine zukunftsklare Partnerschaft ins Auge gefasst. Zwei Brüder messen ihre Lebensleistungen, und das Ergebnis ist eindeutig: Der eine sinniert im Vorruhestand vergessenen Liedern nach, der andere kreiert eine neue Fliesenserie »Schöne deutsche Heimat«.
Der Sekt der Einheitsfeiern ist reichlich geflossen, der Kater danach war schmerzlich, energisches Zubeißen soll nun neue Kraft bringen. Diese Familiengeschichte, die in die fünfziger Jahre zurückgreift, als der Kunststudent Wilfried Broeker Sachsen verlassen musste, im Angesicht des Drachenfelsens Bauernhäuser, Kühe und einen Elefanten malte und auf einen Erfolgsmenschen schoss, zum »rheinischen Fliesen-Chagall« aufstieg und seine Leipziger Verwandten nicht vergaß, kulminiert im Sommer 1991, als sich keiner mehr hinter Bauchschmerz und Geschwafel verstecken kann. Schwägerinnen dürfen Rivalitäten ausleben, und eine muss erkennen, dass sie noch immer nicht über das sprechen kann, was jahrzehntelang ihr Dasein bestimmte. Am Ende ist nicht alles gut, aber manches besser. Es darf mitgelitten, gehofft und vielleicht sogar ein wenig begriffen werden.

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Zielgruppe


Für Liebhaber gehobener Belletristik, DDR-Literatur


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Loest, Erich
Erich Loest (1926, Mittweida/Sa.–2013, Leipzig); 1944/45 Kriegsdienst, 1947–1950 Volontär und Redakteur bei der Leipziger Volkszeitung, ab 1950 freischaffender Schriftsteller (Debüt »Jungen die übrig blieben«), 1957 Ausschluss aus der SED, Verurteilung zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus (Bautzen) aus politischen Gründen, nach Entlassung wieder als Schriftsteller tätig, 1979 Austritt aus dem Schriftstellerverband aus Protest gegen Zensur, 1981 Ausreise in die Bundesrepublik. 1990 Rückkehr nach Leipzig, wo er 1996 Ehrenbürger wurde. 1994–1997 Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schriftsteller.
Loest bekam unter anderem den Hans-Fallada-Preis, den Marburger Literaturpreis, zweimal den Jakob-Kaiser-Preis, 2009 den Deutschen Nationalpreis sowie den Kulturgroschen 2010 des Deutschen Kulturrates zuerkannt, einige seiner Bücher wurden verfilmt.



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