Buch, Deutsch, Band 104, 284 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 444 g
Reihe: Edition Museum
Das Kunstmuseum als umweltästhetischer Erfahrungsraum
Buch, Deutsch, Band 104, 284 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 444 g
Reihe: Edition Museum
ISBN: 978-3-8376-8090-4
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Es sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Kunstausstellungen zu ökologischen Themen entstanden. Bei den kuratorischen Bemühungen um eine Neuverhandlung des Verhältnisses von Kunst und Natur bleibt häufig das hermetische Konzept des White Cube unangetastet. Das Buch eröffnet Wege, im Hinblick auf ein zeitgemäßes Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt auch die ästhetische Beschaffenheit von Ausstellungsräumen und Museumsarchitektur neu zu denken.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es regt dazu an, bei einem Museumsbesuch oder bei der Planung einer Ausstellung anders und bewusster auf die Umgebung zu achten und sich die Frage zu stellen: Welchen Unterschied macht es, ob ich ein Kunstwerk isoliert in einem künstlich beleuchteten und klimatisierten Raum wahrnehme oder in Korrespondenz mit einer sinnlich wahrnehmbaren Umgebung im Außenraum? Das Buch zeigt, dass Kunst uns in ein reflexives Verhältnis zur Welt setzen kann, wenn sie mit dieser in Beziehung steht.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
In aktuellen Diskursen wird die dichotome Vorstellung von Kultur und Natur infrage gestellt und nach einer neuen Verhältnisbestimmung gesucht. Die im Buch vorgestellten Museen erweitern die Kunstwahrnehmung ganz in diesem Sinne um eine ästhetische Erfahrung sinnlicher Umgebungen. Etwa wenn ein lebendiges Spiel von Licht und Schatten die Betrachtung eines Landschaftsbildes begleitet. Umweltästhetische Museumsgestaltung erscheint so auch als ein umweltethisches Gegenmodell zum White Cube.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Ich kenne viele Menschen, die sich im Museum unwohl fühlen, weil ihnen die Räume zu wenig stimulierend sind. Ihnen würde ich gerne zeigen, dass Kunst auch jenseits grell beleuchteter, klimatisierter weißer Würfel erfahrbar ist; dass es Museen gibt, in denen man spazieren gehen und sich unterhalten kann. Bei solchen Spaziergängen erfahre ich gerne von Menschen, in welchen Umgebungen sie in Resonanz zu Kunstwerken treten, in welchem Rahmen Kunst sie zu Gedanken, Träumereien oder Ideen anregt.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Wie Kunst aus der Isolation des White Cube gelöst wird und in der lebendigen Umgebung des Wild Cube umweltästhetische Erfahrung ermöglicht.




