Buch, Deutsch, Band 11, 285 Seiten, PB, Format (B × H): 155 mm x 225 mm, Gewicht: 475 g
Reihe: Mauthausen-Studien
Verhalten und Sozialordnung in den Häftlingsgesellschaften nationalsozialistischer Konzentrationslager
Buch, Deutsch, Band 11, 285 Seiten, PB, Format (B × H): 155 mm x 225 mm, Gewicht: 475 g
Reihe: Mauthausen-Studien
ISBN: 978-3-7003-2055-5
Verlag: new academic press
1946 in die USA zurückgekehrt, setzte er seine Interviewtätigkeit mit KZ-Überlebenden fort. Für seine Dissertation Prisoner Behavior and Social System in Nazi Concentration Camps (1953) befragte er 52 Überlebende, unter ihnen Paul Neurath, Ernst Federn und Vrastislav Bušek, mit soziologischer Fragebogentechnik. Nicht das egoistische Verhalten als „einsamer Wolf“ habe ein Überleben in den Konzentrationslagern ermöglicht, so schloss er aus seinen Interviews, sondern die Solidarität in kleinen Gruppen und Duos sei buchstäblich überlebensnotwendig gewesen. Elmer Luchterhand widmete als politischer Aktivist, Offizier der US-Armee und schließlich Professor für Soziologie am Brooklyn College in New York Jahrzehnte seines Lebens der Erforschung des Nationalsozialismus und insbesondere der Konzentrationslager. Der Großteil seiner Arbeiten blieb allerdings unpubliziert.
Mit Luchterhands Dissertation geben Andreas Kranebitter (Forschungsstelle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen) und Christian Fleck (Professor für Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz) einen beeindruckenden Teil dieses umfangreichen Werkes heraus.




