Lück / Niehaus / Risthaus | Archiv des Beispiels | Buch | 978-3-03734-252-7 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 320 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 210 mm, Gewicht: 440 g

Reihe: thesen

Lück / Niehaus / Risthaus

Archiv des Beispiels

Vorarbeiten und Überlegungen
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-03734-252-7
Verlag: diaphanes

Vorarbeiten und Überlegungen

Buch, Deutsch, 320 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 210 mm, Gewicht: 440 g

Reihe: thesen

ISBN: 978-3-03734-252-7
Verlag: diaphanes


Beispiele zu geben ist eine fundamentale und unverzichtbare Praxis wissenschaftlicher Diskurse. Höchst unklar aber ist ihr theoretischer Status: In Hinblick auf allgemeine Gesetzmäßigkeiten, Begriffe und Sachverhalte scheint das Beispiel sekundär und austauschbar zu sein. Andererseits kann ein ›schlagendes‹ Beispiel ganze Argumentationen zu Fall bringen. Es ist Moment einer Praxis, die ihrerseits zu vertraut und zu verstreut ist, um selbst auf den Begriff gebracht werden zu können. Wissenschaft und Philosophie sind weitgehend blind für ihren Beispielgebrauch geblieben. Erst in jüngster Zeit wird dem zeitgenössischen Denken deutlich, dass mit dem Beispiel etwas auf dem Spiel steht. Im Anschluss an diese Erkenntnis fragen hier Forscher unterschiedlicher Disziplinen, jeweils von einem Beispiel ausgehend, ob und wie eine Diskursanalyse und damit eine Wissenschaft des Beispiels möglich ist. Es handelt sich um Vorarbeiten und Überlegungen zur Datenbank ›Archiv des Beispiels‹, die der systematischen Erfassung und Erforschung aller Beispiele dient.

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Weitere Infos & Material


7 - 25Einleitung der Herausgeber (Christian Lück, Michael Niehaus, Peter Risthaus, Manfred Schneider)
27 - 52»[A]ll men must dye« – zu Beispielen höchster Evidenz bei David Hume (Carolin Blumenberg)
53 - 65Beispielszeugung (Nicolas Pethes)
67 - 96»Kein bestimmtes Beispiel« (Stefan Willer)
97 - 121Zufallsbeispiel. Überlegungen zu Friedrich Theodor Vischers »Ästhetik oder Wissenschaft des Schönen« (Michael Niehaus)
123 - 147Exemplarische Texte und beispielhafter Sprachgebrauch im deutschen Kolonialdiskurs. Zur Konzeption des ›Bremischen Basiskorpus Deutscher Kolonialismus‹ (BBDK) (Ingo H. Warnke, Daniel Schmidt-Brücken)
149 - 173Das literarische Beispiel im psychiatrischen Diskurs (Armin Schäfer)
175 - 186Ganz der Vater? Randnotiz zu Kafkas Beispielen (Peter Risthaus)
187 - 211Freud zum Beispiel (Volker Kaiser)
213 - 239Lasset die Beispiele zu ihm kommen! Heideggers unerschrockener Umgang mit der empirischen Welt (Mirjam Schaub)
241 - 251Beispiellos: Adorno (Eva Geulen)
253 - 279Der Löwe und die Domestiken (Christian Lück)
281 - 316Beispielstreit (Peter Risthaus, Manfred Schneider)


Schneider, Manfred
Manfred Schneider ist Professor für Ästhetik und literarische Medien (Neugermanistik II) an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Ästhetik, die Diskurstheorie, die Geschichte der Befragungen sowie die Kulturkritik. Neben seinem Wirken in Forschung und Lehre äußert er sich auch als Kritiker und Essayist im Hörfunk sowie in den Feuilletons verschiedener Tageszeitungen, so z.B. in der Frankfurter Rundschau und der Neuen Zürcher Zeitung.

Risthaus, Peter
Peter Risthaus ist akademischer Rat auf Zeit am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. 2005 promovierte er mit einer Arbeit zur Onto-Topologie. Zur Entäußerung des unverfügbaren Ortes von Heidegger zu Derrida und jenseits. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind: Geschichte und Theorie des Unterschreibens, Ideen der Absenz, Off-Stimmen in Literatur und Film. Zudem ist er Mitbetreiber des ›Archivs des Beispiels‹.

Niehaus, Michael
Michael Niehaus ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur – Intermedialität/Interkulturalität an der TU Dortmund. Seine Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem Literatur und Institution, Erzählliteratur des 19. bis 21. Jahrhunderts und intermediale Narratologie

Lück, Christian
Christian Lück hat Literaturwissenschaft, Philosophie und Linguistik studiert, war Mitarbeiter am Lehrstuhl von Manfred Schneider, bevor er 2010 zum Lehrstuhl von Michael Niehaus an die TU Dortmund wechselte. Er promoviert zum Thema Rechtsbegründung in der historischen Rechtsschule und Literatur der Romantik. Weitere Interessen sind die Beziehung von Kultur und Staat in Industriegesellschaften, Theorien der Gewohnheit und zweiten Natur, die Verwaltung der Zeit. Er ist Mitbetreiber und Entwickler des Archivs des Beispiels.

Christian Lück hat Literaturwissenschaft, Philosophie und Linguistik studiert, war Mitarbeiter am Lehrstuhl von Manfred Schneider, bevor er 2010 zum Lehrstuhl von Michael Niehaus an die TU Dortmund wechselte. Er promoviert zum Thema Rechtsbegründung in der historischen Rechtsschule und Literatur der Romantik. Weitere Interessen sind die Beziehung von Kultur und Staat in Industriegesellschaften, Theorien der Gewohnheit und zweiten Natur, die Verwaltung der Zeit. Er ist Mitbetreiber und Entwickler des Archivs des Beispiels.

Michael Niehaus ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur – Intermedialität/Interkulturalität an der TU Dortmund. Seine Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem Literatur und Institution, Erzählliteratur des 19. bis 21. Jahrhunderts und intermediale Narratologie

Peter Risthaus ist akademischer Rat auf Zeit am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. 2005 promovierte er mit einer Arbeit zur Onto-Topologie. Zur Entäußerung des unverfügbaren Ortes von Heidegger zu Derrida und jenseits. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind: Geschichte und Theorie des Unterschreibens, Ideen der Absenz, Off-Stimmen in Literatur und Film. Zudem ist er Mitbetreiber des ›Archivs des Beispiels‹.

Manfred Schneider ist Professor für Ästhetik und literarische Medien (Neugermanistik II) an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Ästhetik, die Diskurstheorie, die Geschichte der Befragungen sowie die Kulturkritik. Neben seinem Wirken in Forschung und Lehre äußert er sich auch als Kritiker und Essayist im Hörfunk sowie in den Feuilletons verschiedener Tageszeitungen, so z.B. in der Frankfurter Rundschau und der Neuen Zürcher Zeitung.



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