Buch, Englisch, Band 9, 228 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 365 g
Equity, Justice and the Human Right to Health
Buch, Englisch, Band 9, 228 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 365 g
Reihe: FAU Studien zu Menschenrechten
ISBN: 978-3-96147-852-1
Verlag: FAU University Press
Dieses Buch ist eine sorgfältige Untersuchung der tiefgreifenden Ungerechtigkeiten, die die globale Landschaft des Zugangs zur Gesundheitsversorgung prägen. Es hinterfragt, was es bedeutet, Gesundheit nicht als Wohltätigkeit, Privileg oder Ware zu betrachten, sondern als grundlegendes Menschenrecht – und was Regierungen, Institutionen und Gesellschaften getan oder versäumt haben, um dieses Recht mit Gleichheit, Gerechtigkeit und Würde zu verwirklichen. Basierend auf den persönlichen Begegnungen des Autors mit den am stärksten marginalisierten Menschen – denen, die unter Hunger, Obdachlosigkeit, Lepra, Tuberkulose oder psychischen Erkrankungen leiden, insbesondere in Indien – durchquert When Bereft of Care verschiedene Regionen, politische Diskurse und politische Systeme, um zu untersuchen, wie soziale, wirtschaftliche und rechtliche Strukturen Milliarden von Menschen systematisch von einer zeitnahen, wirksamen und lebensrettenden Gesundheitsversorgung ausschließen. Es hält der Tatsache einen moralischen Spiegel vor, dass Millionen Menschen immer noch an heilbaren Krankheiten sterben, nicht weil es keine Behandlungsmöglichkeiten gibt, sondern weil der Zugang zu ihnen durch Reichtum, Kaste, Rasse, Staatsbürgerschaft und Macht beschränkt bleibt, weil nur einige Leben als wertvoll angesehen werden und Millionen anderer Leben als entbehrlich gelten. Das Buch befasst sich kritisch mit Themen wie der Kommerzialisierung des Gesundheitswesens, dem unkontrollierten Aufstieg des privaten Sektors, den Auswirkungen von Regelungen zum Schutz geistigen Eigentums und der dringenden Notwendigkeit, die Ausbildung von Gesundheitspersonal neu zu überdenken. Anhand globaler Daten und Verfassungsrechtsprechung ausgewählter Länder analysiert es sowohl reichhaltige als auch ressourcenarme Gesundheitssysteme und hebt dabei sowohl wichtige Beispiele für öffentliche Versorgung als auch warnende Beispiele für systemische Vernachlässigung hervor. Das Buch ist jedoch nicht nur eine Anklage, sondern auch ein Appell. Ein Appell an die Regierungen, Gerechtigkeit in den Mittelpunkt der Gesundheitssysteme zu stellen, an das Recht, eher ein Schutzschild als ein Sieb zu sein, und an die Gesellschaften, die Normalisierung von Ungleichheit in Leben und Tod abzulehnen. Es schließt mit der Forderung, dass die Gesundheitsversorgung wieder in der Ethik der Fürsorge und der öffentlichen Verantwortung verankert werden muss, in der Bekräftigung der gleichen Würde jedes menschlichen Lebens und in der Erkenntnis, dass der wahre Test für eine zivilisierte Gesellschaft nicht darin besteht, wie sie ihre Privilegierten behandelt, sondern wie sie ihre schwächsten Mitglieder schützt.




