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Buch, Deutsch, 398 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm
Reihe: Archäologische Forschungen
Zur Geschichte der Bauten einer Polisinstitution
Buch, Deutsch, 398 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm
Reihe: Archäologische Forschungen
ISBN: 978-3-7520-0905-7
Verlag: Reichert Verlag
Die Institution des Gymnasions war ein integraler Bestandteil der griechischen Poleis und die Bauten dieser Einrichtung prägten das Bild antiker Städte von der Spätklassik bis weit in die römische Kaiserzeit. In der ionischen Polis Priene sind mit zwei Palästren, einem Stadion und einer römischen Therme gleich mehrere Bauten des Gymnasions im Baubefund erhalten. Zusammen mit der inschriftlichen Überlieferung lässt sich hier die Entwicklung der Institution und ihrer baulichen Einrichtungen über beinahe ein halbes Jahrtausend hinweg nachvollziehen. Dazu tragen sowohl die Ausgrabungen des späten 19. und frühen 20. Jhs. bei, als auch ein archäologisch-bauforscherisches Feldforschungsprojekt, das zwischen 2009 und 2012 stattgefunden hat. Im Verlauf der Forschungen hat sich herausgestellt, dass die Befunde in Priene in besonderer Weise geeignet sind, die Entwicklung des Gymnasions in Kleinasien besser zu verstehen: So konnten in den baulichen Resten des Oberen Gymnasions die früheste bekannte, spätklassische Palästra Kleinasiens erkannt werden, während sich im Unteren Gymnasion bedeutende Reste einer hellenistischen Palästra erhalten haben, weil diese nicht wie viele andere Beispiele im römischen Kleinasien von einer Therme überbaut wurde. Damit werden allgemeine Entwicklungslinien zum griechischen Gymnasion am konkreten Beispiel sichtbar, wie z. B. die Anlage relativ kleiner Palästren und davon getrennten Laufanlagen in der Spätklassik über die Errichtung einer hellenistischen Anlage, in der Palästra und Stadion eine bauliche Einheit bilden bis hin zu den bedeutenden Veränderungen der Kaiserzeit, als das römische Badewesen in die kleinasiatischen Gymnasien einzog und damit tiefgreifende bauliche Veränderungen nach sich zog. Zugleich werden die jüngsten Ausgrabungen und Bauaufnahmen in den beiden Gymnasien Prienes zusammen mit Teilrekonstruktionen ihrer Architektur vorgelegt.




