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Mania / Raeck | Die Gymnasien Prienes | Buch | 978-3-7520-0905-7 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 398 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm

Reihe: Archäologische Forschungen

Mania / Raeck

Die Gymnasien Prienes

Zur Geschichte der Bauten einer Polisinstitution
Erscheinungsjahr 2026
ISBN: 978-3-7520-0905-7
Verlag: Reichert Verlag

Zur Geschichte der Bauten einer Polisinstitution

Buch, Deutsch, 398 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm

Reihe: Archäologische Forschungen

ISBN: 978-3-7520-0905-7
Verlag: Reichert Verlag


Die Institution des Gymnasions war ein integraler Bestandteil der griechischen Poleis und die Bauten dieser Einrichtung prägten das Bild antiker Städte von der Spätklassik bis weit in die römische Kaiserzeit. In der ionischen Polis Priene sind mit zwei Palästren, einem Stadion und einer römischen Therme gleich mehrere Bauten des Gymnasions im Baubefund erhalten. Zusammen mit der inschriftlichen Überlieferung lässt sich hier die Entwicklung der Institution und ihrer baulichen Einrichtungen über beinahe ein halbes Jahrtausend hinweg nachvollziehen. Dazu tragen sowohl die Ausgrabungen des späten 19. und frühen 20. Jhs. bei, als auch ein archäologisch-bauforscherisches Feldforschungsprojekt, das zwischen 2009 und 2012 stattgefunden hat. Im Verlauf der Forschungen hat sich herausgestellt, dass die Befunde in Priene in besonderer Weise geeignet sind, die Entwicklung des Gymnasions in Kleinasien besser zu verstehen: So konnten in den baulichen Resten des Oberen Gymnasions die früheste bekannte, spätklassische Palästra Kleinasiens erkannt werden, während sich im Unteren Gymnasion bedeutende Reste einer hellenistischen Palästra erhalten haben, weil diese nicht wie viele andere Beispiele im römischen Kleinasien von einer Therme überbaut wurde. Damit werden allgemeine Entwicklungslinien zum griechischen Gymnasion am konkreten Beispiel sichtbar, wie z. B. die Anlage relativ kleiner Palästren und davon getrennten Laufanlagen in der Spätklassik über die Errichtung einer hellenistischen Anlage, in der Palästra und Stadion eine bauliche Einheit bilden bis hin zu den bedeutenden Veränderungen der Kaiserzeit, als das römische Badewesen in die kleinasiatischen Gymnasien einzog und damit tiefgreifende bauliche Veränderungen nach sich zog. Zugleich werden die jüngsten Ausgrabungen und Bauaufnahmen in den beiden Gymnasien Prienes zusammen mit Teilrekonstruktionen ihrer Architektur vorgelegt.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Ulrich Mania studierte nach einer Ausbildung als Steinmetz Klassische Archäologie und Kunstgeschichte an der Universität Halle und wurde dort mit einer Arbeit über die Funktion und Ausstattung eines pergamenischen Heiligtums promoviert. Nach beruflichen Stationen an den Universitäten Kiel und Bonn nutzte der Verfasser einen Studienaufenthalt an der University of Oxford zur Abfassung einer Habilitationsschrift zur Entwicklung der Gymnasien Kleinasiens zwischen Spätklassik und Kaiserzeit. Feldarchäologisch und konservatorisch war und ist Ulrich Mania in Priene und Pergamon aktiv. Seit 2016 ist er am Deutschen Archäologischen Institut Istanbul als wissenschaftlicher Referent tätig.

After training as a stonemason, Ulrich Mania studied classical archaeology and history of art at the University of Halle, where he completed his doctorate with a thesis on the function and decoration of a Pergamenian sanctuary. After professional stations at the Universities of Kiel and Bonn, the author used a research stay at the University of Oxford to write a post-doctoral thesis on the development of gymnasia in Asia Minor between the Late Classical and Roman Imperial periods. Ulrich Mania was and is active in field archaeology and conservation in Priene and Pergamon. Since 2016, he has been working as a scientific referent at the German Archaeological Institute Istanbul.



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