Mann | Im Schlaraffenland | Buch | 978-3-96281-838-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 480 Seiten, PB, Format (B × H): 120 mm x 190 mm, Gewicht: 507 g

Mann

Im Schlaraffenland

Ein Roman unter feinen Leuten
Überarbeitete Fassung
ISBN: 978-3-96281-838-8
Verlag: Null Papier Verlag

Ein Roman unter feinen Leuten

Buch, Deutsch, 480 Seiten, PB, Format (B × H): 120 mm x 190 mm, Gewicht: 507 g

ISBN: 978-3-96281-838-8
Verlag: Null Papier Verlag


In seinem ersten Roman hat Heinrich Mann zugleich auch sein Lieblingsthema gefunden: die korrupte Gesellschaft zu Zeiten Kaiser Wilhelms II.

Der Roman zeichnet Aufstieg und Fall des aus einfachen Verhältnissen stammenden und leidlich talentierten Möchtegern-Literaten Andreas Zumsse. Bedingt durch Glück und Beziehungen steigt er in der wilhelminischen Gesellschaft von Reichtum und Macht auf. Aber die Etablierten verzeihen ihm seinen Erfolg nicht. Und durch eigene Hybris und einem Hang zu Ränkespielen hat Zumsse schon bald seinen Zenit überschritten und sieht sich schlussendlich wieder auf dem Weg zurück nach unten.

Jahre später schrieb Mann in einem Brief über seinen Roman: „Mit 20 konnte ich gar nichts. Gegen 30 lernte ich an meinem Schlaraffenland die Technik des Romans.“

ISBN 978-3-96281-836-4 (Mobi)
ISBN 978-3-96281-835-7 (Epub)
ISBN 978-3-96281-837-1 (PDF)
ISBN 978-3-96281-838-8 (Print)

Null Papier Verlag
www.null-papier.de

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Anmerkungen zur Bearbeitung
I. Der Gumplacher Schulmeister
II. Das »Café Hurra«
III. Die deutsche Geisteskultur
IV. Türkheimers
V. Ein demokratischer Adel
VI. Die Mittel, mit denen man was wird
VII. Eine Marotte
VIII. »Rache!«
IX. Politik und Volkswirtschaft im Schlaraffenland
X. Das Vergnügen, die Menschen zu durchschauen
XI. Die kleine Matzke
XII. Die leben, die genießen!
XIII. Die hohe Korruption
XIV. Familienrat
XV. Liebling
XVI. Das Bedürfnis nach Reinheit


Adelheid mochte dieselben Bedenken hegen. Sie hob den Kopf, sah um sich, als kehrte sie zur Besinnung zurück, und seufzte:

»Nicht hier, Andreas!«

Im gleichen Augenblick fuhren sie auseinander, heftig erschreckt durch den Krach eines Paukenschlages, dem ein wirrer Lärm von Misstönen folgte. Das Orchester hatte seine Tätigkeit wieder aufgenommen.

Andreas, der hastig seine Kleidung ordnete, glaubte zu bemerken, wie dort hinten, wo tiefe Dämmerung lag, die Logentür leise geschlossen wurde. Ja, es war ihm, als sei in dem Spalt, nur während einer Sekunde, Türkheimers wohlgelauntes Gesicht erschienen. Vermutlich war dies eine Sinnestäuschung, eine Folge seines Schreckens. Gleichwohl lagen ihm die rötlichen Koteletten sehr deutlich im Gedächtnis.


Mann, Heinrich
Luiz Heinrich Mann (27.03.1871–11.03.1950) war ein deutscher Schriftsteller aus der Familie Mann. Er war der ältere Bruder von Thomas Mann. Seine Erzählkunst war vom französischen Roman des 19. Jahrhunderts geprägt. Sein erzählerisches Werk steht neben einer ebenso reichen Betätigung als Essayist und Publizist. Als früher Gegner der Nationalsozialisten wurde er bereits 1933 mit Sanktionen belegt. Mann stand auf der ersten Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs von 1933, er befand sich dort in illusterer Gemeinschaft mit Lion Feuchtwanger, Alfred Kerr, Kurt Tucholsky und Philipp Scheidemann. Mann emigrierte nach Frankreich und später in die USA, wo er er zahlreiche Arbeiten, darunter viele antifaschistische Texte, verfasste.

Luiz Heinrich Mann (27.03.1871–11.03.1950) war ein deutscher Schriftsteller aus der Familie Mann. Er war der ältere Bruder von Thomas Mann. Seine Erzählkunst war vom französischen Roman des 19. Jahrhunderts geprägt. Sein erzählerisches Werk steht neben einer ebenso reichen Betätigung als Essayist und Publizist. Als früher Gegner der Nationalsozialisten wurde er bereits 1933 mit Sanktionen belegt. Mann stand auf der ersten Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs von 1933, er befand sich dort in illusterer Gemeinschaft mit Lion Feuchtwanger, Alfred Kerr, Kurt Tucholsky und Philipp Scheidemann. Mann emigrierte nach Frankreich und später in die USA, wo er er zahlreiche Arbeiten, darunter viele antifaschistische Texte, verfasste.



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