Künstlerische Arbeit aus einer bestimmten Zeit zusammenzufassen und in Buchform zu präsentieren, kann mehr sein als nur eine Rückschau; es kann ein Nachspüren von in die Arbeit eingeflossener Zeit, von Deutungen und Zusammenhängen, von Dingen und Geschehnissen sein und auch ein Versuch, den Blick auf sich selbst aus einer größeren Distanz zu richten – auf das eigene Schaffen, die künstlerische Position, die Entwicklung …
Im vorliegenden Buch bezieht sich die Betrachtung auf den Zeitraum 1987 bis 2007, in dem die längste Zeit die künstlerische Arbeit im Atelier von der universitären Lehrtätigkeit überlagert war. Die Frage was in dieser Zeit entstanden ist, mit welchen persönlichen Zeitbezügen und Hintergründen, war Ausgangspunkt für das Projekt.
Bis auf wenige Ausnahmen sind die Bildgewebe ohne Entwurf oder Vorzeichnung entstanden – also in einer sehr freien Arbeitsweise. Die Zeit und das Zeitgeschehen unmittelbar aufzunehmen und das Bild direkt am Webgerät entstehen zu lassen, lässt ein Spannungspotenzial entstehen, das den langen Arbeitsprozess vorantreibt. Die Langsamkeit wiederum eröffnet gedankliche Freiräume, die durch Erfahrung gefiltert und reflektiert und zum Gewebe geworden, eine Grundstimmung zum Dasein widerspiegeln.
‚eine andere fortsetzung‘ ist das Folgeprojekt, ein zweites Buch, in dem die zeichnerische Arbeit im Zeitraum 2007 bis 2011 dargelegt ist und wo die Struktur, das Skelett des Textilen – vertikal und horizontal – in Form von Linien im Fokus steht.
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Marga Persson – der zeit entlang | längs tiden jetzt bestellen!
Weitere Infos & Material
Persson, Marga
Geboren in Schweden – Studien an der Universität Lund und an der Akademie für angewandte Kunst Wien – lebt seit 1970 als bildende Künstlerin in Oberösterreich und Wien – seit 1991 Atelier in Kefermarkt – Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ
1992–2011 Professur für Textil/Kunst&Design an der Kunstuniversität Linz
1970 Preis des Ministeriums für Unterricht – 1982 Stipendium Skånes Konstförening – 1994 Kulturpreis des Landes Oberösterreich für bildende Kunst – 2005 Heinrich-Gleissner-Preis für bildende Kunst
Kunst in öffentlichen Räumen und Sammlungen:
Sydkraft Malmö; Karolinska Institutet Stockholm; Austria Center Vienna; AKH Wien; Rathaus Linz; J. Kepler Universität Linz; Finanzlandesdirektion Salzburg; Oberbank Linz; Pfarrkirche Stainach, Steiermark; Stift Wilhering, OÖ; Gemeindeamt Kefermarkt, OÖ; Nationalmuseum Stockholm; Helsingborgs Museum; Statens Konstråd, Schweden; Sammlung des Landes OÖ; Sammlung der Stadt Linz, LENTOS; Artothek Wien; MAK Wien.
Seit 1970 Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland