A way out of the antibiotics crisis with phages – the viruses of bacteria
Buch, Deutsch, 128 Seiten, Format (B × H): 174 mm x 246 mm, Gewicht: 582 g
ISBN: 978-3-89937-254-0
Verlag: Pfeil, F
In unserem Sonnensystem gibt es außer unserer Erde zahlreiche Himmelskörper – Planeten und deren Monde, Asteroiden, Kleinplaneten – auf denen Leben denkbar ist. Inzwischen wurde auf einigen von ihnen Wasser nachgewiesen. Inwieweit die dort herrschenden Bedingungen Leben ermöglichen könnten, wird in diesem Buch beschrieben. Als Modelle dafür werden auf der Erde unter ähnlich extremen Verhältnissen lebende Wesen vorgestellt.
Zahlreiche Expeditionen werden in naher Zukunft nach Leben im All fahnden. Diese führen zu den Eismonden von Jupiter und Saturn, auf denen es unter einer Eisschicht Wasser gibt, aber auch zu anderen Himmelskörpern, zum Beispiel dem Saturnmond Titan, auf dem es Wolken, Seen und Flüsse aus flüssigem Methan gibt. Diese Expeditionen und die Untersuchungsmethoden werden leicht verständlich beschrieben.
Zielgruppe
Jeder, der sich dafür interessiert, ob Leben im All existieren kann und der wissen möchte, wie diese Lebewesen aussehen werden.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Vorwort 5
1 Wie könnte Leben in anderen Himmelskörpern entstanden sein?
Biologische Konvergenz 8
Leben aus ungeordneter Materie 8
Chemische Evolution 9
Weitere Themen und Überblick über den Rest des Buches 11
2 Extrem widerstandsfähige Organismen
Leben mit extrem hohen Drücken 12
Extrem alkalische Bedingungen 14
Extrem hohe Säurekonzentrationen 15
Extrem trockene Habitate 16
Hoher osmotischer Druck 18
Hohe Salzkonzentrationen 19
Hohe Temperaturen 20
Tiefe Temperaturen 21
Ernährung in methanhaltiger Umgebung 24
Unabhängigkeit von der Gravitationskraft 25
Reines oder übermäßiges Kohlendioxid 26
Extrem magere Ökosysteme 27
Toleranz und Bedarf an toxischen Metallen 28
Leben ohne Sauerstoff 29
Toleranz gegenüber Radioaktivität 30
3 Extremes Leben auf dem Planeten Erde
Leben ohne Mund und After 32
Titanic-Fresser, CD-Fresser und Plastik-Fresser 34
Leben tief im Erdinneren 36
Leben unter antarktischem Eis 38
Leben zwischen Sandkörnern tief im Meer 40
Leben hoch in der Atmosphäre 41
Kosmischer Staub 43
Panspermie – Wanderung von Leben durch das All? 44
Unterwasservulkane 47 Geschichtliches 47 Schwarze und Weiße Raucher 48 »Lost City« 50 Fauna 50 Bakterien und Archaeen als Symbionten 54 Traurige Nachrichten 55
4 Leben auf anderen Himmelskörpern des Sonnensystems?
Venus 56
Mars 57
Die Asteroiden 61 Der Fall Ceres 61
Kometen 64
Meteoriten 66
Jupitermonde 68 Io 68 Europa 70 Ganymed 73 Callisto 76
Saturnmonde 78 Mimas 78 Enceladus 80 Dione 84 Titan 85
Uranus 89
Neptun 90 Triton 92
Pluto und Charon 93
Eris, Sedna und Orcus 96
5 Sterne mit Planeten 99
Untersuchungsmethoden 100
Planeten in Systemen mit zwei oder mehr Sternen 103
Das Preisausschreiben des schwedischen Königs Oskar II. 104
Ein Fall für das Gericht: 105
Sind schon bewohnbare Planeten entdeckt worden? 106
Die »Supererden« 107
Heutige und geplante Instrumente 108
Was macht uns Hoffnung? 111
Intelligentes Leben in unserer Galaxie: Stand der Forschung 112
Leben in anderen Galaxien? 116
6 Reaktion der Religionen 117
Glossar 119
Quellen der Bilder 125
Warum wurde dieses Buch geschrieben? Um die Leser auf Nachrichten der geplanten Sonden von ESA, NASA und Roskosmos zu den Eismonden von Jupiter und Saturn nach 2030 vorzubereiten.
Diese milliardenteuren Projekte sollen auf den Eismonden der alten Frage nachgehen, ob es noch andere Lebewesen im All gibt. Doch warum wurde diese Frage wieder aktuell? Weil zwischen 2012 und 2018 auf dem Jupitermond Europa und dem Saturnmond Enceladus Geysire aus Wasser entdeckt wurden. Raumschiffe und Weltraumteleskope hatten früher schon festgestellt, dass diese und andere Jupiter- und Saturnmonde eine Oberfläche aus Wassereis haben. Doch die Geysire zeigten nun, dass es unter dem Eis auch flüssiges Wasser geben muss, und dies ist eine Voraussetzung für Leben.
Aber wie wird das Eis im Inneren des Mondes flüssig? Es gibt nur eine Erklärung: Diese Monde besitzen einen sehr heißen Kern, ganz ähnlich dem Kern unserer Erde. Durch dessen Wärme schmilzt das Eis unter der Mondoberfläche. Das interessanteste dabei aber ist, dass in einem bestimmten Bereich zwischen dem heißen Kern und der Oberfläche genau die richtige Temperatur für Leben herrschen müsste. Und um Leben nachzuweisen, muss man nicht unbedingt bohren: Es genügt zunächst, die Geysire vor Ort zu analysieren.




