Markus | Leben in den Eismonden? | Buch | 978-3-89937-254-0 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 128 Seiten, Format (B × H): 174 mm x 246 mm, Gewicht: 582 g

Markus

Leben in den Eismonden?

A way out of the antibiotics crisis with phages – the viruses of bacteria
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-89937-254-0
Verlag: Pfeil, F

A way out of the antibiotics crisis with phages – the viruses of bacteria

Buch, Deutsch, 128 Seiten, Format (B × H): 174 mm x 246 mm, Gewicht: 582 g

ISBN: 978-3-89937-254-0
Verlag: Pfeil, F


In unserem Sonnensystem gibt es außer unserer Erde zahlreiche Himmelskörper – Planeten und deren Monde, Asteroiden, Kleinplaneten – auf denen Leben denkbar ist. Inzwischen wurde auf einigen von ihnen Wasser nachgewiesen. Inwieweit die dort herrschenden Bedingungen Leben ermöglichen könnten, wird in diesem Buch beschrieben. Als Modelle dafür werden auf der Erde unter ähnlich extremen Verhältnissen lebende Wesen vorgestellt.

Zahlreiche Expeditionen werden in naher Zukunft nach Leben im All fahnden. Diese führen zu den Eismonden von Jupiter und Saturn, auf denen es unter einer Eisschicht Wasser gibt, aber auch zu anderen Himmelskörpern, zum Beispiel dem Saturnmond Titan, auf dem es Wolken, Seen und Flüsse aus flüssigem Methan gibt. Diese Expeditionen und die Untersuchungsmethoden werden leicht verständlich beschrieben.

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Zielgruppe


Jeder, der sich dafür interessiert, ob Leben im All existieren kann und der wissen möchte, wie diese Lebewesen aussehen werden.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Vorwort 5

1 Wie könnte Leben in anderen Himmelskörpern entstanden sein?

Biologische Konvergenz 8

Leben aus ungeordneter Materie 8

Chemische Evolution 9

Weitere Themen und Überblick über den Rest des Buches 11

2 Extrem widerstandsfähige Organismen

Leben mit extrem hohen Drücken 12

Extrem alkalische Bedingungen 14

Extrem hohe Säurekonzentrationen 15

Extrem trockene Habitate 16

Hoher osmotischer Druck 18

Hohe Salzkonzentrationen 19

Hohe Temperaturen 20

Tiefe Temperaturen 21

Ernährung in methanhaltiger Umgebung 24

Unabhängigkeit von der Gravitationskraft 25

Reines oder übermäßiges Kohlendioxid 26

Extrem magere Ökosysteme 27

Toleranz und Bedarf an toxischen Metallen 28

Leben ohne Sauerstoff 29

Toleranz gegenüber Radioaktivität 30

3 Extremes Leben auf dem Planeten Erde

Leben ohne Mund und After 32

Titanic-Fresser, CD-Fresser und Plastik-Fresser 34

Leben tief im Erdinneren 36

Leben unter antarktischem Eis 38

Leben zwischen Sandkörnern tief im Meer 40

Leben hoch in der Atmosphäre 41

Kosmischer Staub 43

Panspermie – Wanderung von Leben durch das All? 44

Unterwasservulkane 47 Geschichtliches 47 Schwarze und Weiße Raucher 48 »Lost City« 50 Fauna 50 Bakterien und Archaeen als Symbionten 54 Traurige Nachrichten 55

4 Leben auf anderen Himmelskörpern des Sonnensystems?

Venus 56

Mars 57

Die Asteroiden 61 Der Fall Ceres 61

Kometen 64

Meteoriten 66

Jupitermonde 68 Io 68 Europa 70 Ganymed 73 Callisto 76

Saturnmonde 78 Mimas 78 Enceladus 80 Dione 84 Titan 85

Uranus 89

Neptun 90 Triton 92

Pluto und Charon 93

Eris, Sedna und Orcus 96

5 Sterne mit Planeten 99

Untersuchungsmethoden 100

Planeten in Systemen mit zwei oder mehr Sternen 103

Das Preisausschreiben des schwedischen Königs Oskar II. 104

Ein Fall für das Gericht: 105

Sind schon bewohnbare Planeten entdeckt worden? 106

Die »Supererden« 107

Heutige und geplante Instrumente 108

Was macht uns Hoffnung? 111

Intelligentes Leben in unserer Galaxie: Stand der Forschung 112

Leben in anderen Galaxien? 116

6 Reaktion der Religionen 117

Glossar 119

Quellen der Bilder 125


Warum wurde dieses Buch geschrieben? Um die Leser auf Nachrichten der geplanten Sonden von ESA, NASA und Roskosmos zu den Eismonden von Jupiter und Saturn nach 2030 vorzubereiten.

Diese milliardenteuren Projekte sollen auf den Eismonden der alten Frage nachgehen, ob es noch andere Lebewesen im All gibt. Doch warum wurde diese Frage wieder aktuell? Weil zwischen 2012 und 2018 auf dem Jupitermond Europa und dem Saturnmond Enceladus Geysire aus Wasser entdeckt wurden. Raumschiffe und Weltraumteleskope hatten früher schon festgestellt, dass diese und andere Jupiter- und Saturnmonde eine Oberfläche aus Wassereis haben. Doch die Geysire zeigten nun, dass es unter dem Eis auch flüssiges Wasser geben muss, und dies ist eine Voraussetzung für Leben.

Aber wie wird das Eis im Inneren des Mondes flüssig? Es gibt nur eine Erklärung: Diese Monde besitzen einen sehr heißen Kern, ganz ähnlich dem Kern unserer Erde. Durch dessen Wärme schmilzt das Eis unter der Mondoberfläche. Das interessanteste dabei aber ist, dass in einem bestimmten Bereich zwischen dem heißen Kern und der Oberfläche genau die richtige Temperatur für Leben herrschen müsste. Und um Leben nachzuweisen, muss man nicht unbedingt bohren: Es genügt zunächst, die Geysire vor Ort zu analysieren.


Markus, Mario
Mario Markus wurde 1944 als Sohn deutsch-jüdischer Flüchtlinge in Chile geboren. Er studierte in Heidelberg Physik, wo er 1973 auch promoviert wurde. Anschließend arbeitete er als Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund und Professor an der dortigen Universität. Er schrieb zahlreiche Publikationen in internationalen Zeitschriften über Selbstorganisation in physikalischen, biologischen und chemischen Systemen und verfasste Bücher über die Verschmelzung von Naturwissenschaft und Kunst. Weitere Informationen gibt es unter www.mariomarkus.com.



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