Martin | Literatur und Studentenbewegung | Buch | 978-3-531-11409-5 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 248 Seiten, Gewicht: 277 g

Reihe: Lesen

Martin

Literatur und Studentenbewegung

Eine Zwischenbilanz
Erscheinungsjahr 1977
ISBN: 978-3-531-11409-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Eine Zwischenbilanz

Buch, Deutsch, 248 Seiten, Gewicht: 277 g

Reihe: Lesen

ISBN: 978-3-531-11409-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften


oder vier vergebliche Anläufe und zwei Korrekturen Literatur und Studentenbewegung. Der Titel mobilisiert Erwartun­ gen, impliziert einen Anspruch, der gegenwärtig kaum zu erfüllen ist. Der Titel setzt mehr miteinander in Beziehung als ,Studentenbewe­ gung' und ,Literatur'. Erster Anlauf Die Studentenbewegung markiert eine Zäsur in der Entwicklungsge­ schichte der BRD. Nach Abschlug der Rekonstruktionsperiode des westdeutschen Kapitalismus, sich zunehmend verschärfenden Krisen­ tendenzen in einer Reihe von gesellschaftlichen Sektoren, wurde die Brüchigkeit der Legitimationsbasis spätkapitalistischer Gesellschafts­ systeme nach allen Seiten hin offenbar. Vietnamkrieg, Dritte Welt, die evidente Dysfunktionalität einer Vielzahl gesellschaftlicher Insti­ tutionen, die Groge Koalition als Abgesang der Vorstellung einer li­ beralen parlamentarischen Demokratie, die augerparlamentarische Opposition - die sich steigernde Repression (Notstandsgesetzge­ bung): an diesem Punkt setzte die Studentenbewegung historisch ein; in diesem Kontext wäre sie systematisch zu rekonstruieren. Wä­ re - das ist Konjunktiv. Genau das liegt nämlich nicht in der Absicht des vorliegenden Ban­ des. Selbst eine historistisch motivierte Aufarbeitung, über deren Sinn sich erst noch streiten liege, scheint mir derzeit (noch) nicht möglich. Gefordert scheint mir vielmehr eine Aktualisierung in einem strikten, damit aber begrenzten Sinne.

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Weitere Infos & Material


Prosperität des Bestattungswesens? Anmerkungen zur „Tendenzwende“ in der Literaturwissenschaft.- Das Ungenügen der poetischen Strategien: Literatur im ‚Kursbuch‘ 1968–1976.- Walter Benjamin — Korrektiv Kritischer Theorie oder revolutionäre Handhabe? Zur Rezeption Benjamins durch die Studentenbewegung.- Cuba, Machiavelli und Bakunin. Ideologiekritik und Politik im „Verhör von Habana“ und im „Mausoleum“ von Magnus Enzensberger.- Der Kreis, das Bewußtsein und das Ding. Aktuell motivierte Anmerkungen zu der vergangenen Diskussion um den Warencharakter der Kunst.- Nach der Revolte. Die literarische Verarbeitung der Studentenbewegung.- „Gute Nacht, New York — Gute Nacht, Berlin“. Anmerkungen zu einer Figur des Protestierens anhand der „Jahrestage“ von Uwe Johnson.- „Klau mich“ oder die Veränderung von Verkehrsformen. Anstöße der Studentenbewegung.- Anschriften.



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