Eine Zwischenbilanz
Buch, Deutsch, 248 Seiten, Gewicht: 277 g
Reihe: Lesen
ISBN: 978-3-531-11409-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
oder vier vergebliche Anläufe und zwei Korrekturen Literatur und Studentenbewegung. Der Titel mobilisiert Erwartun gen, impliziert einen Anspruch, der gegenwärtig kaum zu erfüllen ist. Der Titel setzt mehr miteinander in Beziehung als ,Studentenbewe gung' und ,Literatur'. Erster Anlauf Die Studentenbewegung markiert eine Zäsur in der Entwicklungsge schichte der BRD. Nach Abschlug der Rekonstruktionsperiode des westdeutschen Kapitalismus, sich zunehmend verschärfenden Krisen tendenzen in einer Reihe von gesellschaftlichen Sektoren, wurde die Brüchigkeit der Legitimationsbasis spätkapitalistischer Gesellschafts systeme nach allen Seiten hin offenbar. Vietnamkrieg, Dritte Welt, die evidente Dysfunktionalität einer Vielzahl gesellschaftlicher Insti tutionen, die Groge Koalition als Abgesang der Vorstellung einer li beralen parlamentarischen Demokratie, die augerparlamentarische Opposition - die sich steigernde Repression (Notstandsgesetzge bung): an diesem Punkt setzte die Studentenbewegung historisch ein; in diesem Kontext wäre sie systematisch zu rekonstruieren. Wä re - das ist Konjunktiv. Genau das liegt nämlich nicht in der Absicht des vorliegenden Ban des. Selbst eine historistisch motivierte Aufarbeitung, über deren Sinn sich erst noch streiten liege, scheint mir derzeit (noch) nicht möglich. Gefordert scheint mir vielmehr eine Aktualisierung in einem strikten, damit aber begrenzten Sinne.
Zielgruppe
Research
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Prosperität des Bestattungswesens? Anmerkungen zur „Tendenzwende“ in der Literaturwissenschaft.- Das Ungenügen der poetischen Strategien: Literatur im ‚Kursbuch‘ 1968–1976.- Walter Benjamin — Korrektiv Kritischer Theorie oder revolutionäre Handhabe? Zur Rezeption Benjamins durch die Studentenbewegung.- Cuba, Machiavelli und Bakunin. Ideologiekritik und Politik im „Verhör von Habana“ und im „Mausoleum“ von Magnus Enzensberger.- Der Kreis, das Bewußtsein und das Ding. Aktuell motivierte Anmerkungen zu der vergangenen Diskussion um den Warencharakter der Kunst.- Nach der Revolte. Die literarische Verarbeitung der Studentenbewegung.- „Gute Nacht, New York — Gute Nacht, Berlin“. Anmerkungen zu einer Figur des Protestierens anhand der „Jahrestage“ von Uwe Johnson.- „Klau mich“ oder die Veränderung von Verkehrsformen. Anstöße der Studentenbewegung.- Anschriften.




