Buch, Deutsch, 320 Seiten, KART, Format (B × H): 149 mm x 231 mm, Gewicht: 615 g
Reihe: Edition Sophien-Akademie
Herders metakritische Hermetik
Buch, Deutsch, 320 Seiten, KART, Format (B × H): 149 mm x 231 mm, Gewicht: 615 g
Reihe: Edition Sophien-Akademie
ISBN: 978-3-907260-40-1
Verlag: Novalis Verlag GbR
Die vorliegende Studie möchte erweisen, dass es sich bei dieser metakritischen "Formel einer unendlichen Vernunft" keineswegs - wie seither oft behauptet - um eine "vorkritische" Kontrafaktur der Kantischen Kategorientafel handelt, sondern um die eigenwillige Adaption und Entfaltung eines Ansatzes "transzendentaler Hermeneutik" (Th.M. Sebohm), den Herder bewusst, aber fast stillschweigend dem symbolphilosophischen Arsenal der pythagoreisch-platonischen Tradition entnommen hat, nämlich der Spekulation über die "Heilige Tetraktys" als dem "Ur-Modell der Seinsordnung" und "Denk-Inbegriff" (H.J. Krämer).
Dieser Nachweis geschieht im Rahmen einer quellennahen, durchaus entdeckungsfreudigen Darstellung der vielstimmigen, die zweitausenjärige Geschichte seines Themas immer mitreflektierenden Tetaktys-Diskurses im Deutschland des 18. Jahrhunderts, wobei die schrittweise Zusammenschau der Materialien, die geduldige "Entwölkung" (Herder) des Sachverhalts durch wiederholte vergleichende Lektüre dem vielschichtigen intertextuellen Charakter des Herderschen Denk- und Schreibstils entspricht.
Zielgruppe
Philosophie-Studenten und Interessierte an deutschem Idealismus des 19. Jahrhunderts, insbes. an Herders metakritischen Hermetik
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1: Kritik und Metakritik
Kapitel 2: Die "Formel einer unendlichen Vernunft" in Herders metakritischem System
Kapitel 3: Herders Vernunftformel als "Tetraktys"
Kapitel 4: Grundlinien des Tetraktys-Diskurses im Deutschland des 18. Jahrhunderts
Kapitel 5: Die Ursprünge der metakritischen Tetraktys in Herders "Ältester Urkunde"
Kapitel 6: Deus sive Natura sive Principum Individuationis
Kapitel 7: Kalligenia sive Natura-Sophia
"Dies Vierfache ist Ein Actus der Seele; wer diese Tetraktys trennt, vernichtete das Wesen des menschlichen Verstandes". Mit diesem zunächst rätselhaften Schlüsselsatz bezeichnet Johann Gottfried Herder (1744-1803) die zentrale viergliedrige Kategorienformel, die er seiner kantkritischen "Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft" (1799) zugrundelegt. Bei dieser metakritischen "Formel einer unendlichen Vernunft" handelt es sich um die eigenwillige Adaption und Entfaltung eines Ansatzes, den Herder bewusst aber fasst stillschweigend dem symbolphilosophischen Arsenal der pythagoreisch-platonischen Tradition entnommen hat. Der Leser erfährt zudem, wie Hermetik und Esoterik im Umfeld des deutschen Idealismus und der Weimarer Klassik einen wichtigen Platz einnahmen, der in der Forschung bisher so gut wie keine Beachtung fand. Diese Lücke wird mit diesem Buch geschlossen.
"Dies Vierfache ist Ein Actus der Seele; wer diese Tetraktys trennt, vernichtete das Wesen des menschlichen Verstandes". Mit diesem zunächst rätselhaften Schlüsselsatz bezeichnet Johann Gottfried Herder (1744-1803) die zentrale viergliedrige Kategorienformel, die er seiner kantkritischen "Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft" (1799) zugrundelegt. Bei dieser metakritischen "Formel einer unendlichen Vernunft" handelt es sich um die eigenwillige Adaption und Entfaltung eines Ansatzes, den Herder bewusst aber fasst stillschweigend dem symbolphilosophischen Arsenal der pythagoreisch-platonischen Tradition entnommen hat. Der Leser erfährt zudem, wie Hermetik und Esoterik im Umfeld des deutschen Idealismus und der Weimarer Klassik einen wichtigen Platz einnahmen, der in der Forschung bisher so gut wie keine Beachtung fand. Diese Lücke wird mit diesem Buch geschlossen.




