Mehring | Carl Schmitts literarische Prägung | Buch | 978-3-465-04773-5 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 174, 144 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 197 mm, Gewicht: 172 g

Reihe: Klostermann Rote Reihe

Mehring

Carl Schmitts literarische Prägung

Fünf Vorträge zum Kanon und "Geist" des Werkes
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-465-04773-5
Verlag: Klostermann Vittorio GmbH

Fünf Vorträge zum Kanon und "Geist" des Werkes

Buch, Deutsch, Band 174, 144 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 197 mm, Gewicht: 172 g

Reihe: Klostermann Rote Reihe

ISBN: 978-3-465-04773-5
Verlag: Klostermann Vittorio GmbH


Der weltweit diskutierte Staatsrechtler Carl Schmitt (1888-1985) lernte früh den expressionistischen Dichter Theodor Däubler (1876-1934) kennen und publizierte bereits 1916 eine erste Monographie über dessen geschichtsphilosophische Nordlicht-Vision. Reinhard Mehring erörtert Schmitts Kanonpolitik, seine literarische Prägung und politisch-theologische Ästhetik, die ihn von Heidegger entfernt und Däubler annähert, den Schmitt zeitlebens als „Dichter für morgen“ pries. Das wird erstmals auch aus den Handexemplaren belegt, an Däublers Werk erläutert und auch durch den Abdruck bislang unbekannter Quellen bestätigt.

Mehring analysiert und relativiert die Legende von einer katholischen Kehre Schmitts zu Annette von Droste-Hülshoff und Konrad Weiß. Schmitts Abkehr von geläufigem Christentum wird auch an seinen Überlegungen zu Kaspar Hauser als „letztem christlichen Mythos“ gezeigt. Anstelle eines Hitler-Buches oder einer offenen rückblickenden Betrachtung des Nationalsozialismus schrieb Schmitt in der frühen Bundesrepublik dann das Shakespeare-Buch "Hamlet oder Hekuba", das abschließend als didaktischer Text und esoterische Legende zu Schmitts eigener Rolle im Nationalsozialismus erörtert wird.

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