Buch, Deutsch, 282 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 240 mm, Gewicht: 505 g
Reihe: Urban Studies
Stadtentwicklung zwischen Ausgrenzung und Teilhabe
Buch, Deutsch, 282 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 240 mm, Gewicht: 505 g
Reihe: Urban Studies
ISBN: 978-3-8376-8361-5
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Mein Buch beleuchtet drängende Debatten zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Westafrika. Am Beispiel des Train Express Régional in Dakar zeigt es auf, wie großmaßstäbliche Infrastrukturprojekte als Versprechen der Modernisierung lokale Formen und Funktionen des Mobilseins verdrängen. Es verdeutlicht, wie westlich orientierte Mobilitätspolitik zur Ausgrenzung von Stadtbewohner*innen führt und fragt nach öffentlichen Räumen für gerechte Teilhabe in einer zunehmend ungleichen urbanen Realität.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es macht koloniale Kontinuitäten in der Umsetzung aktueller Mobilitätsprojekte sichtbar und thematisiert deren Auswirkungen aus der Perspektive der betroffenen marginalisierten Gruppen. Ein zentraler Mehrwert bietet die Analyse globaler Mobilitätsregime gegenüber lokalen Praktiken der Fortbewegung. Besonders hervorgehoben wird dabei das Potenzial des senegalesischen Forumtheaters, um inklusive Räume zu schaffen und gesellschaftliche Teilhabe in der Stadtentwicklung konkret erfahrbar zu machen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die untersuchten Raumpolitiken in Dakar, finden sich in Megalopolen wie Abidjan wieder. Mein Buch knüpft an kolonialkritische Studien der Architekturhistorikern Samia Henni und Kenny Cupers sowie Mimi Shellers Theorie der Mobility Justice an. Es untersucht materielle und epistemische Kontinuitäten kolonialer Raumproduktion und zeigt, wie neokoloniale Regime soziale Ungleichheiten reproduzieren. Damit liefert es einen wichtigen Beitrag zu kritischer Infrastrukturforschung und Dekolonisierung.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich meine Forschung am liebsten mit den Architekturhistorikern Samia Henni und Kenny Cupers, der Stadthistorikerin Liora Bigon, dem brasilianischen Regisseur Augusto Boal, dem Gründer des Theaters der Unterdrückten, und dem burkinischen Dramaturgen Prosper Kompaoré diskutieren. Dazu würde ich die Stadtplanerin Isseu Touré und Oumar Cissé aus Rufisque als Vertreter*innen einer inklusiven Stadtentwicklungspolitik einladen.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Mein Buch zeigt, wie koloniale Raumlogiken in Dakars Stadtentwicklung ausgrenzt und wie Forumtheater neue Räume für inklusivere Teilhabe eröffnet.




