Milnes Walker | Als ich auf das Meer hinausfuhr | Buch | 978-3-911831-52-9 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 150 Seiten, Format (B × H): 1780 mm x 254 mm, Gewicht: 300 g

Milnes Walker

Als ich auf das Meer hinausfuhr


Erscheinungsjahr 2026
ISBN: 978-3-911831-52-9
Verlag: kontrabande Verlag

Buch, Deutsch, 150 Seiten, Format (B × H): 1780 mm x 254 mm, Gewicht: 300 g

ISBN: 978-3-911831-52-9
Verlag: kontrabande Verlag


In ihrem Buch schildert Nicolette Milnes Walker ihre Atlantiküberquerung von Wales nach Newport im Sommer 1971. Ausgangspunkt ist nicht ein sportlicher Wettbewerb, sondern eine bewusst getroffene persönliche Entscheidung: allein, ohne Zwischenstopp und ohne fremde Hilfe den Atlantik zu überqueren, um sich selbst unter realen Bedingungen zu erproben.

Der Text folgt chronologisch der Vorbereitung, der Abfahrt und der rund 45 Tage dauernden Überfahrt. Ein großer Teil des Buches beschäftigt sich mit praktischen Aspekten des Einhandsegelns: Boots- und Ausrüstungswahl, Selbststeueranlage, Navigation, Wetter, Reparaturen, Schlafrhythmus und Ernährung. Diese technischen Beschreibungen bleiben stets funktional und dienen dem Verständnis der Situation, nicht der Selbstdarstellung.

Zentral ist die innere Erfahrung der Autorin. Milnes Walker beschreibt nüchtern ihre Gedanken während Phasen von Angst, Krankheit, Erschöpfung und Einsamkeit. Sie beobachtet, wie sich Wahrnehmung, Zeitgefühl und Entscheidungsprozesse unter Dauerbelastung verändern. Als Psychologin reflektiert sie ihr Verhalten bewusst, ohne es zu dramatisieren oder zu beschönigen. Fehler, Zweifel und Rückzüge werden offen benannt.

Das Meer erscheint nicht als romantische Kulisse, sondern als neutraler, gleichgültiger Raum, in dem Konsequenzen unmittelbar spürbar werden. Erfolg bedeutet hier nicht Triumph, sondern Durchhalten, Anpassung und Kontrolle über sich selbst. Die Ankunft in Amerika markiert weniger einen Endpunkt als eine innere Verschiebung: Die Erfahrung hat ihr Selbstvertrauen verändert, ohne sie zur Heldin zu stilisieren.

Oft überrascht sie mit Humor und sehr britischem Understatement.

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Zielgruppe


Abenteurer, Segler

Weitere Infos & Material


Milnes Walker, Nicolette
Nicolette Daisy Milnes Walker, geboren 1943, ist eine britische Seglerin und Autorin. Sie gilt als eine der frühen Pionierinnen der Einhand-Ozeansegelei.

1971 überquerte sie als erste Frau den Atlantik allein und ohne Zwischenstopp. Sie startete am 12. Juni in Milford Haven in Wales und erreichte nach rund 45 Tagen Newport, Rhode Island. Gesegelt ist sie mit der etwa neun Meter langen Yacht Aziz. Die Fahrt war bewusst nicht als Wettfahrt angelegt, sondern als selbst gesetzte Herausforderung und als persönliches Experiment über Leistungsfähigkeit, Angst, Einsamkeit und Entscheidungsfindung unter extremen Bedingungen.

Milnes Walker ist eine ausgebildete Psychologin. Diese Perspektive prägt ihre schriftliche Arbeit deutlich. In ihrem Buch When I Put Out to Sea beschreibt sie die Atlantiküberquerung nüchtern, präzise und ohne Heroisierung. Im Mittelpunkt stehen weniger nautische Rekorde als innere Prozesse: Konzentration, Zweifel, Müdigkeit, Selbstdisziplin und der Umgang mit Isolation. Das Buch erschien erstmals 1972 und wurde 2023 in England neu aufgelegt.

Müller, Gerd-Gustl
Gerd-Gustl Müller, geboren 1948 in Lüdenscheid, probierte sich nach der Schule in verschiedenen Jobs aus, vom Kraftfahrer bis zum Versicherungsvertreter. In den Siebzigern zog es ihn nach Berlin, wo er in der Jugendarbeit aktiv war und seine ersten beiden Bücher schrieb: Zoff (Basis Verlag) und Der Job (Weissmann Verlag, später bei Ravensburger neu aufgelegt). Der Job landete auf der Auswahlliste für den Deutschen Jugendbuchpreis. Im selben Jahr erhielt Gerd auf der Frankfurter Buchmesse das „Hungertuch für einen unbekannten Autor“ – eine Auszeichnung, auf die er, immer noch völlig unbekannt, bis heute stolz ist.

Danach hielt es Gerd nicht lange in Deutschland. Fast sein ganzes weiteres Leben verbrachte er im Ausland, erst in England, dann in Frankreich. Fünfzehn Jahre lang drehte sich alles ums Segeln: Boote bauen, Yachten verkaufen, Schiffe bis 60 Fuß ins Mittelmeer und nach Madeira überführen, zwei Jahre lang Mitseglertörns auf seinem Stahlkahn die Biskaya rauf und runter. Aber irgendwann muss man erwachsen werden.

Nach einem kurzen Abstecher zum Sprachenstudium an der Uni Nantes verschlug es ihn für Jahrzehnte beruflich nach Osteuropa, wo er in Kroatien und Ungarn in der IT arbeitete.

Jetzt im Ruhestand, widmet sich Gerd wieder voll und ganz dem Segeln und Schreiben. Er lebt auf seinem kleinen Boot, schreibt Segelgeschichten, und schmiedet Pläne, dem nächsten Winter Richtung Süden zu entkommen.



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