Buch, Deutsch, 322 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 504 g
Reihe: Edition Moderne Postmoderne
Das Problem der Universalität und der Fähigkeitenansatz von Martha Nussbaum
Buch, Deutsch, 322 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 504 g
Reihe: Edition Moderne Postmoderne
ISBN: 978-3-8376-3789-2
Verlag: transcript
. mit Cornelia Mügge
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Religionsfreiheit und Frauenrechte sind immer wieder Gegenstand kontroverser Debatten, wie z.B. in der Diskussion um das Verbot muslimischer Verschleierungen. Um dabei nicht in vorschnelle und vereinfachte Urteile zu verfallen, sollte man das zu Grunde liegende Verhältnis von Menschenrechten, Geschlecht und Religion genauer in den Blick nehmen. Martha Nussbaums politisch-ethische Überlegungen helfen hier, eine differenzierte Sicht zu gewinnen und bieten eine gute Orientierung, wo Kritik notwendig und sinnvoll ist.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Wenn sich eine Position auf die Menschenrechte beruft (oder speziell auf Frauenrechte), gilt sie vielen als unhinterfragbar und richtig. Natürlich muss die Idee der Menschenrechte gestärkt werden, aber nicht jeder Rekurs auf sie trägt dazu bei. Mein Buch setzt sich mit verschiedenen Perspektiven der Kritik an Menschenrechten und insbesondere an ihrem Universalitätsanspruch auseinander und sucht im Anschluss an Nussbaum nach einem angemessenen und plausiblen Verständnis universaler Normen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
In den vergangenen Jahren ist das Interesse an Martha Nussbaum im deutschsprachigen Diskurs – zu Recht – stark gestiegen. Mein Buch legt eine detaillierte Analyse ihres Fähigkeitenansatzes vor, es bezieht eine große Textauswahl ein und zeigt auch Entwicklungen innerhalb des Ansatzes auf. Zudem mache ich ihre Überlegungen für zwei aktuelle Debatten fruchtbar: Jene um die universale Geltung von Normen (Universalismusdebatte) und jene um Säkularität und Religion (Säkularismusdebatte).
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Gern würde ich noch einmal Martha Nussbaum treffen und mit ihr über meinen Vorschlag zur Weiterentwicklung ihres Ansatzes im Sinne eines modifizierten Universalitätskonzepts diskutieren. Darüber hinaus gäbe es aber eine Reihe weiterer interessanter Gesprächspartner_innen, sowohl aus den verschiedenen wissenschaftlichen Diskursen, die mein Buch berührt, als auch natürlich aus der politischen Menschenrechtsarbeit.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Menschenrechte sollten an ein Konzept offener und dynamischer Universalität geknüpft werden – Nussbaum bietet einen guten Ausgangspunkt zur Entwicklung eines solchen Konzepts.




