Müller | Der Job | Buch | 978-3-911831-11-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 128 Seiten, Format (B × H): 127 mm x 203 mm, Gewicht: 165 g

Müller

Der Job


Überarbeitete Auflage
ISBN: 978-3-911831-11-6
Verlag: kontrabande Verlag

Buch, Deutsch, 128 Seiten, Format (B × H): 127 mm x 203 mm, Gewicht: 165 g

ISBN: 978-3-911831-11-6
Verlag: kontrabande Verlag


Der Roman spielt im West-Berlin der späten 1970er Jahre und begleitet den 17-jährigen Manne beim Übergang von der Schule ins Berufsleben. Nach dem letzten Schultag trifft sich Manne mit seinen Freunden. Während einige schon Lehrstellen haben, ist Manne auf unsicherem Boden. Eine versprochene Lehrstelle im Betrieb seines Vaters zerschlägt sich – aus politischen Gründen.

Für Manne beginnt eine ziellose Zeit: Er hängt mit Freunden ab, lebt vom Taschengeld und versucht, mit der Perspektivlosigkeit umzugehen. Besonders eng wird seine Bindung zu Sieke, einem unangepassten Kumpel mit musikalischen Ambitionen. Zusammen treiben sie sich in einer halblegalen Wohngemeinschaft herum, wo Musik, Alkohol, Mädchen und politische Gespräche das Leben bestimmen.

Manne verliert zunehmend den Kontakt zu seiner Freundin Biene, die sich von ihm abwendet. Die Band, in der Sieke spielt, scheint kurzfristig zum Hoffnungsträger zu werden – ein Auftritt in der Deutschlandhalle steht an. Doch der Manager verschwindet mit dem Geld, die Band bricht auseinander. Manne bleibt enttäuscht zurück, ohne Job, ohne Freundin, ohne Perspektive.

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Zielgruppe


Interessierte an den 70ern und dem Umbruch
Auszeichnung
Deutscher Jugendliteraturpreis
Auswahlliste 1978, Kategorie: Sonderpreis, thematisch.

Jurybegründung
Diese haut- und zeitnahe Situations-Skizze aus dem Berliner Milieu fängt die Schwierigkeiten arbeitsloser Jugendlicher ein und zeigt exemplarisch die Folgen: Resignation, Flucht in den Alkohol und Bandentum, Kriminalität.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Müller, Gerd-Gustl
Gerd-Gustl Müller, geboren 1948 in Lüdenscheid, probierte sich nach der Schule in verschiedenen Jobs aus, vom Kraftfahrer bis zum Versicherungsvertreter. In den Siebzigern zog es ihn nach Berlin, wo er in der Jugendarbeit aktiv war und seine ersten beiden Bücher schrieb: Zoff (Basis Verlag) und Der Job (Weissmann Verlag, später bei Ravensburger neu aufgelegt). Der Job landete auf der Auswahlliste für den Deutschen Jugendbuchpreis. Im selben Jahr erhielt Gerd auf der Frankfurter Buchmesse das „Hungertuch für einen unbekannten Autor“ – eine Auszeichnung, auf die er, immer noch völlig unbekannt, bis heute stolz ist.

Danach hielt es Gerd nicht lange in Deutschland. Fast sein ganzes weiteres Leben verbrachte er im Ausland, erst in England, dann in Frankreich. Fünfzehn Jahre lang drehte sich alles ums Segeln: Boote bauen, Yachten verkaufen, Schiffe bis 60 Fuß ins Mittelmeer und nach Madeira überführen, zwei Jahre lang Mitseglertörns auf seinem Stahlkahn die Biskaya rauf und runter. Aber irgendwann muss man erwachsen werden.

Nach einem kurzen Abstecher zum Sprachenstudium an der Uni Nantes verschlug es ihn für Jahrzehnte beruflich nach Osteuropa, wo er in Kroatien und Ungarn in der IT arbeitete.

Jetzt im Ruhestand, widmet sich Gerd wieder voll und ganz dem Segeln und Schreiben. Er lebt auf seinem kleinen Boot, schreibt Segelgeschichten, und schmiedet Pläne, dem nächsten Winter Richtung Süden zu entkommen.



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