Musekamp | Die Preußische Ostbahn | Buch | 978-3-8353-6188-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 26, 336 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 222 mm

Reihe: Moderne europäische Geschichte

Musekamp

Die Preußische Ostbahn

Grenzüberschreitung, Migration und Nationalismen in Europa 1830 - 1939
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-8353-6188-1
Verlag: Wallstein Verlag GmbH

Grenzüberschreitung, Migration und Nationalismen in Europa 1830 - 1939

Buch, Deutsch, Band 26, 336 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 222 mm

Reihe: Moderne europäische Geschichte

ISBN: 978-3-8353-6188-1
Verlag: Wallstein Verlag GmbH


Preußen konzipierte die Ostbahn als Verbindung zwischen Berlin und Königsberg. Bald jedoch verknüpfte sie Europäer:innen und trug zum Austausch in einer Zeit moderner Grenzen und Nationalismen bei.

Mit den Grenzziehungen nach den Weltkriegen geriet die Preußische Ostbahn in Vergessenheit. Dabei hatte sie vor dem Ersten Weltkrieg nicht nur den Nordosten Preußens mit Berlin verbunden, sondern war auch eine wichtige europäische Magistrale.
Die Ostbahn eröffnete neue Welten und Möglichkeiten für sehr unterschiedliche Gruppen: Ingenieure brachen zu Bildungsreisen auf, Tourist:innen sahen im Ausland ihre Fremdbilder bestätigt oder widerlegt, auf der Schiene machten sich Migrant:innen aus dem östlichen Europa auf den Weg zu den Amerikahäfen. Die Bahn beschleunigte den Abriss von Befestigungsanlagen und die Entstehung ganz neuer Stadtviertel. An den peripheren Grenzübergängen entwickelten sich verflochtene Grenzlandschaften als Mikrokosmen, in denen der Warenschmuggel Alltag war, aber auch Aufstän-dische Waffen beziehen konnten.
Parallel zu einer sich globalisierenden Welt beförderte die Eisenbahn die Herausbildung von ethnisch homogenen Staaten mit klaren Grenzen; sie diente dem Militär zur Niederschlagung von Rebellionen, wurde als Vehikel preußischer Germanisierungspolitik gedacht, förderte aber auch den Austausch der polnischen Nationalbewegung über Teilungsgrenzen hinweg. Jan Musekamp erzählt die Geschichte dieser Eisenbahnlinie, folgt Menschen, Ideen und Waren auf ihrem Weg zwischen Ost und West und erkundet die neuen multiplen Mobilitäten.

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Weitere Infos & Material


Musekamp, Jan
Jan Musekamp ist Osteuropahistoriker mit Schwerpunkten in der Mobilitäts- und Migrationsgeschichte. Er ist stellvertretender Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau. Nach dem Studium der Kulturwissenschaften in Frankfurt an der Oder, Torun´ und Brno promovierte und habilitierte er an der Europa-Universität Viadrina. Jan Musekamp war akademischer Mitarbeiter an der Viadrina, Postdoc an der Washington University in St. Louis, Visiting Professor an der University of Texas at Austin und an der University of Pittsburgh.
Veröffentlichungen u. a.: Shifting Lines, Entangled Borderlands: Mobilities and Migration along the Prussian Eastern Railroad (2024); Russian Germans on Four Continents. Histories of a Global Diaspora (Mithg. 2024); Zwischen Stettin und Szczecin. Metamorphosen einer Stadt von 1945 bis 2005 (2010).



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