Newill | Bilharziose oder Schistosomiasis? | Buch | 978-3-941365-02-5 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 12, 196 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 567 g

Reihe: Acta Biohistorica

Newill

Bilharziose oder Schistosomiasis?

Geschichte, Epidemiologie und Pathologie einer Tropenkrankheit
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-941365-02-5
Verlag: Basilisken-Presse im Verlag Natur & Text

Geschichte, Epidemiologie und Pathologie einer Tropenkrankheit

Buch, Deutsch, Band 12, 196 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 567 g

Reihe: Acta Biohistorica

ISBN: 978-3-941365-02-5
Verlag: Basilisken-Presse im Verlag Natur & Text


Entdeckt wurde der Verursacher der Wurmerkrankung Bilharziose 1851 in Ägypten. Den Lebenszyklus des Parasiten zu erforschen glich einem Mosaik, das sich aus jahrzehntelangem Suchen, Beoachten und Tierversuchen aller Art auf verschiedenen Kontinenten zusammensetzte, bis sich endlich alle Bausteine des Krankheitsgeschehens zusammenfügten. Dabei ist die tropische Parasitenerkrankung Schistosomiasis, wie sie heute international heißt, seit 150 Jahren bekannt. Hervorgerufen wird diese Krankheit von Saugwürmern, den sogenannten Pärchenegeln. In diesem Buch stellt Dr. Anneli Newill auf der einen Seite die spannende Entdeckungsgeschichte dieser Wurmerkrankung dar, auf der anderen Seite berichtet die Ärztin von ihren eigenen Erfahrungen mit der Krankheit. Dieser begegnete sie in den Jahren 2003 bis 2007 während ihrer Einsätze auf den philippinischen Inseln.

Die Entdeckung dieser Krankheit haben wir Theodor Maximilian Bilharz (1825–1862) zu verdanken, der in Sigmaringen als ältestes von neun Kindern zur Welt kam. Seinen Wunsch Naturforscher zu werden, konnte er nur mit einem Medizinstudium erreichen, denn darin waren damals auch naturwissenschaftliche Fächer wie Zoologie, Botanik, Chemie und Mineralogie integriert. Als er in Tübingen 1847 eine Preisaufgabe gewann, kaufte er sich von dem Preisgeld sein erstes Mikroskop, mit dem er vier Jahre später in Ägypten eine neue Trematodenart entdeckte, die heute Bilharzia oder Schistosoma haematobium genannt wird. In einem Brief berichtete er später: "Es hat sich nicht, wie ich vermuthete, eine Ammengeschichte daraus entwickelt, sondern ich möchte fast sagen, etwas noch Wunderbareres, ein Trematod mit getrenntem Geschlechte.” Über den Sklavenhandel breitete sich Schistosoma weiter aus.

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