Ngo, Anh-Linh
Anh-Linh Ngo
(* 1974) ist Architekturtheoretiker, Kurator und Mitherausgeber von ARCH+. Er kuratiert mit ARCH+ regelmäßig Ausstellungs- und Forschungsprojekte wie projekt bauhaus (2015–2019), Cohabitation (2021) und The Great Repair (2023 / 24). Von 2010 bis 2016 war er Mitglied des Kunstbeirats des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), für das er die Tourneeausstellungen An Atlas of Commoning (2018) und Post-Oil City (2009) entwickelte und co-kuratierte. Er ist aktuell Mitglied des Kuratoriums der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart und der Akademie Schloss Solitude sowie Beiratsmitglied des Goethe-Instituts. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Er war Co-Kurator des Deutschen Pavillons auf der 18. Architekturbiennale in Venedig 2023.
Sander, Karin
Karin Sander
(* 1957 in Bensberg, Deutschland) lebt und arbeitet in Berlin und Zürich. Ihre künstlerische Praxis hinterfragt gegebene Situationen in Bezug auf ihre strukturellen, sozialen und historischen Kontexte und macht diese durch den Einsatz verschiedener Medien sichtbar. Mit ihren Installationen, architektonischen Interventionen und Skulpturen inszeniert sie Orte und schafft neue Codes für bestehende Systeme und Ordnungen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie auf internationalen Biennalen gezeigt und sind in vielen Sammlungen und Museen weltweit vertreten, dazu gehören auch permanent im öffentlichen Raum installierte Werke. Im Jahr 1999 erhielt sie eine Professur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, von 2007 bis 2023 hatte sie die Professur für Architektur und Kunst an der ETH Zürich inne. Seit 2007 ist sie Mitglied und seit 2021 Direktorin der Sektion Bildende Kunst an der Akademie der Künste, Berlin. Zusammen mit Philip Ursprung vertrat sie 2023 die Schweiz auf der 18. Architekturbiennale in Venedig.
Menasse, Eva
Eva Menasse
(* 1970) ist Schriftstellerin. Gemeinsam mit Deniz Yücel ist sie derzeit Sprecherin der Schriftstellervereinigung PEN Berlin. Zu ihren Büchern zählen Vienna (2005), Quasikristalle (2013), Tiere für Fortgeschrittene (2017), Dunkelblum (2021), und zuletzt Alles und nichts sagen – Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne (2023). Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Heinrich-Böll-Preis (2013), Friedrich-Hölderlin-Preis (2017) und Ludwig-Börne-Preis (2019). Seit 2022 ist sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.
Die Ausgabe entsteht in Zusammenarbeit mit em. Prof. Karin Sander und ihrem ehemaligen Lehrstuhl „Architektur und Kunst“ an der ETH Zürich. Neben einem ausführlichen Interview mit Karin Sander werden Texte von Marc Angélil, Michael Hagner, Eva Menasse, Philip Ursprung und Cary Siress publiziert. Die Fotograf*innen Jens Ziehe und Regina Schmeken tragen jeweils eine Bildstrecke bei.