Obersteiner / Wadl | Schlüsseljahr 1122 | Buch | 978-3-85454-173-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 116, 237 Seiten, Format (B × H): 165 mm x 240 mm, Gewicht: 790 g

Reihe: Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie

Obersteiner / Wadl

Schlüsseljahr 1122

Herzog Heinrich III. von Kärnten und das Ende der "Eppensteiner". Beiträge zum Symposium "1122-2022. 900 Jahre Erlöschen der Eppensteiner" im Benediktinerstift St. Lambrecht, 3. Dezember 2022
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-85454-173-8
Verlag: Geschichtsverein für Kärnten

Herzog Heinrich III. von Kärnten und das Ende der "Eppensteiner". Beiträge zum Symposium "1122-2022. 900 Jahre Erlöschen der Eppensteiner" im Benediktinerstift St. Lambrecht, 3. Dezember 2022

Buch, Deutsch, Band 116, 237 Seiten, Format (B × H): 165 mm x 240 mm, Gewicht: 790 g

Reihe: Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie

ISBN: 978-3-85454-173-8
Verlag: Geschichtsverein für Kärnten


Mit dem Königs- und Kaiserhaus, den bayerischen Herzögen und anderen hochrangigen Adelsfamilien verwandt oder verschwägert, als Herzöge von Kärnten und größte Grundherren in der Mark und den Grafschaften hatten sich die „Eppensteiner“ strategisch erfolgreich in zwei Jahrhunderten eine derart machtvolle Position aufgebaut, dass ihr letzter männlicher Vertreter Heinrich III. bei seinem Tod am 4. Dezember 1122 das Herzogtum Kärnten aus eigenem heraus an die entfernt verwandten Spanheimer in Person seines gleichnamigen Taufpatenkindes vererben konnte.
Die reichen eppensteinischen Allode wiederum gingen im Erbweg an das Benediktinerstift St. Lambrecht und die verwandten steirischen Otakare. Sie bildeten für diese aus dem Chiem- und Traungau stammende Markgrafenfamilie, deren Machtbasis hierzulande anfangs nur beschränkt gewesen war, nach dem Ende des Investiturstreites zusammen mit weiteren Territorialgewinnen, mit Siedlungsausbau, dem Erwerb von Regalien und Vogteien, mit eigenen Klostergründungen, der Ausbildung einer Landeshoheit sowie eigenen familiären Vernetzungen die Grundlage für die nur etwas mehr als ein halbes Jahrhundert dauernde Entwicklung der Steiermark vom adeligen Personenverband hin zum wirklichen „Land“, symbolisiert durch das Pantherwappen und schließlich 1180 zum Herzogtum erhoben, von Bayern abgetrennt und nunmehr diesem sowie Österreich und Kärnten reichsrechtlich gleichgestellt.
Die neunhundertste Wiederkehr dieses Schlüsseljahres 1122 konnten der Historische Verein für Steiermark, der Geschichtsverein für Kärnten und das Benediktinerstift St. Lambrecht aufgrund seiner großen Bedeutung nicht ungewürdigt vorübergehen lassen und veranstalteten daher am 3. Dezember 2022 im Kaisersaal des Stiftes ein Symposion. Acht fachlich bestens ausgewiesene Referentinnen und Referenten aus Kärnten, der Steiermark und aus Wien nahmen dabei verschiedene historische, anthropologische und archäologisch-kunstgeschichtliche Aspekte zu den „Eppensteinern“ sowie den Auswirkungen des Erlöschens dieser bedeutenden Dynastie des Mittelalters in den Blick. Im Zentrum stand die Person Herzog Heinrichs III. von Kärnten, des letzten „Eppensteiners“, der in der Stiftskirche von St. Lambrecht beigesetzt wurde und dessen monumentale Porträtfigur aus der Barockzeit das Stiftsportal beseitet, gemeinsam mit jener seines Vaters Markwart IV. – beiden ist ja die Gründung von St. Lambrecht zu verdanken.

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