Buch, Deutsch, Band Band 147, 210 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 237 mm, Gewicht: 485 g
Reihe: Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie
Eine Theologie des Heiligen Geistes
Buch, Deutsch, Band Band 147, 210 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 237 mm, Gewicht: 485 g
Reihe: Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie
ISBN: 978-3-525-56416-5
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Schon für viele Christen ist kaum noch zu verstehen, um was es sich beim Heiligen Geist handeln soll. Umgekehrt lässt sich in manchen, etwa freikirchlichen, Konfessionen oder esoterischen Milieus ein übermäßiger und oft undifferenzierter Gebrauch des Ausdrucks „Heiliger Geist“ beobachten. Um den Ausdruck weder zu eliminieren noch einer neuen Beliebigkeit hinzugeben, beschreibt Lukas Ohly die Rede vom Heiligen Geist in Bezug auf menschliche Erfahrungen. Hierfür wählt er einen phänomenologischen Ansatz und definiert den Heiligen Geist als ein Anwesenheitsphänomen. Für seine Anwesenheit ist charakteristisch, dass sie sich auch an abwesenden Dingen oder Personen zeigt. Anwesenheit ist daher nicht auf Gegenständlichkeit reduzierbar. Etwa bei Trauernden zeigt sich, dass das Abwesende besonders aufdringlich werden kann. Anwesenheit erweist sich somit als ein dynamisches Geschehen, dem sich Menschen nicht entziehen können, wenn es auftritt.Ohly erklärt, dass dieses Anwesenheitsphänomen in den klassischen Unterthemen der Pneumatologie erscheint. Hierzu wird der Glaubensbegriff als Treue weiterinterpretiert: Die Rechtfertigung des Sünders erfolgt allein aus „Treue“, nämlich in Respekt zu den Anwesenheitskonstellationen, in denen sich Menschen vorfinden. Diese Treue erweist sich im Verhältnis der Christen zueinander als wechselseitige Anerkennung. Über diesen Weg werden Kriterien gewonnen, um aktuelle Probleme der interkonfessionellen Ökumene und der Kirchenmitgliedschaft kritisch zu reflektieren.
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Understanding the Holy Spirit is a mystery for Christians and Non-Christians. Either they think of it as a fancy or they overdetermine it by identifying with historical events. Lukas Ohly examines a phenomenological reservation in order to describe spiritual events as precise as possible. After all the Holy Spirit is a phenomenon of presence and closeness. But closeness is not a property of entities. Even absent entities let closeness appear. For instance, dead people reveal closeness to their relatives.
Closeness leads to recognition among the believers who recognise the power of closeness. So it becomes clear why the Holy Spirit leads to communal faith. The relationship between spiritual closeness and Christian recognition suggests how to deal with actual ecumenical developments.>




