"Land-Grabbing" im Spannungsfeld zwischen Menschenrechtsschutz und Investitionsschutzrecht.
Buch, Deutsch, 364 Seiten, Format (B × H): 157 mm x 233 mm, Gewicht: 545 g
ISBN: 978-3-428-14980-3
Verlag: Duncker & Humblot
Im Zuge des zuletzt erheblich gestiegenen Interesses an landwirtschaftlichen Nutzflächen sichern sich ausländische Investoren immer häufiger überdurchschnittlich große Agrarflächen in Entwicklungsländern, um dort Nahrungsmittel oder Energiepflanzen für den Export anzubauen. Die Arbeit nimmt diese Entwicklung zum Anlass, sich mit der Vereinbarkeit von Agrarinvestitionen mit Menschenrechten unter besonderer Würdigung des Investitionsschutzrechtes auseinanderzusetzen.
Fest steht, dass es zur Sicherstellung verantwortungsvoller Agrarinvestition entsprechender Reformen in den jeweiligen Entwicklungsländern bedarf. Mit dem rasant wachsenden Netz bi- und multilateraler Investitionsschutzverträge geht jedoch die Gefahr einer Beschränkung der innerstaatlichen Regelungsfreiheit einher, wodurch nicht zuletzt auch die erforderlichen Regelungsmaßnahmen und Reformbemühungen unterlaufen zu werden drohen.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Sozialwissenschaften Politikwissenschaft Internationale Beziehungen Entwicklungspolitik, Nord-Süd Beziehungen
- Rechtswissenschaften Internationales Recht und Europarecht Internationales Recht Internationale Menschen- und Minderheitenrechte, Kinderrechte
- Rechtswissenschaften Internationales Recht und Europarecht Internationales Recht Internationales Handels-, Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht
- Sozialwissenschaften Politikwissenschaft Politische Kultur Menschenrechte, Bürgerrechte
Weitere Infos & Material
A. Einleitung
B. Hintergründe und Ursachen der Agrar-Investitionswelle im 21. Jh.
Ausländische Agrarinvestitionen im historischen Kontext – Ursachen des sprunghaften Anstiegs ausländischer Investitionen in Land
C. Zur menschenrechtlichen Dimension von Agrarinvestitionen
Internationaler Menschenrechtsschutz und seine Durchsetzung – Völkerrechtliche Verantwortung für den Schutz der Menschenrechte – Drohende Menschenrechtsverletzungen im Zuge von Agrarinvestitionen
D. Wirtschaftliches Selbstbestimmungsrecht der Völker: das Prinzip der Permanent Sovereignty over Natural Resources
Permanent Sovereignty over Natural Resources – Das Recht der Völker auf freie Verfügung über ihre natürlichen Ressourcen: der Staat in der Pflicht? – Schranken des wirtschaftlichen Selbstbestimmungsrechts: Ressourcenhoheit als Rechtfertigungsgrund?
E. Regulierungsfreiheit der Gaststaaten im Spannungsverhältnis mit dem Investitionsschutzrecht
Zur Beziehung von nationaler Rechtsordnung und Investitionsschutzrecht – Agrarinvestitionen im Anwendungsbereich internationaler Investitionsschutzabkommen – Die Regelungsfreiheit der Gaststaaten im Lichte materieller Investitionsschutzstandards
F. Umgang der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit mit dem Spannungsfeld von Investitionsschutzrecht und Menschenrechten
Normenkollisionen im Völkerrecht – Normenkollisionen in der Spruchpraxis: Umgang internationaler Spruchkörper mit Normkonflikten
G. Ergebnis
H. Thesen
Entscheidungsverzeichnis
Literatur- und Stichwortverzeichnis




