Orlich | Situationistische Internationale | Buch | 978-3-8376-1748-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 4, 630 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 135 mm x 225 mm, Gewicht: 880 g

Reihe: Kulturen der Gesellschaft

Orlich

Situationistische Internationale

Eintritt, Austritt, Ausschluss. Zur Dialektik interpersoneller Beziehungen und Theorieproduktion einer ästhetisch-politischen Avantgarde (1957-1972)
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-8376-1748-1
Verlag: Transcript Verlag

Eintritt, Austritt, Ausschluss. Zur Dialektik interpersoneller Beziehungen und Theorieproduktion einer ästhetisch-politischen Avantgarde (1957-1972)

Buch, Deutsch, Band 4, 630 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 135 mm x 225 mm, Gewicht: 880 g

Reihe: Kulturen der Gesellschaft

ISBN: 978-3-8376-1748-1
Verlag: Transcript Verlag


. mit Max Jakob Orlich

1. 'Bücher, die die Welt nicht braucht. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Arbeit untersucht auf neuartige Weise und auf Basis umfangreicher Quellen die Rolle von Freundschaften für die intellektuelle Gruppenbildung. Sie tut dies an einem Gegenstand – der Situationistischen Internationale (S.I.) – der bis heute sowohl für die theoretische Forschung als auch als Ideengeber einer kritischen Praxis von Bedeutung ist. Was eine Untersuchung der S.I. lohnend macht, ist, dass sie weit mehr als andere ihr Verhältnis zur Tradition der Avantgarde reflektiert und so das kritische Potenzial avantgardistischen Denkens aktualisiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Studie hat Modellcharakter für die Untersuchung von Intellektuellengruppen in Europa nach 1945. Neu ist, dass die zumeist angewandte Perspektive, wonach eine Gruppe in Auseinandersetzung mit Anforderungen ihrer Umwelt eine Identität ausbildet, konsequent erweitert wird durch die Anatomie der Dynamik formeller Organisation, Freundschaftsbeziehung und Ideenentwicklung. Sie erschließt das Zwischenreich der persönlichen Bindung an den Freund und der nicht minder persönlichen Bindung an eigene Ideen, die in kollektive Prozesse eingeflochten sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Studie gibt am Beispiel der S.I. aufschlussreiche Einblicke zur Funktionsweise intellektueller Freundschaften und Gruppierungen im Spannungsfeld von Kunst und Politik. Sie bietet so zum einen wichtige Grundlagenforschung zur S.I. und Hinweise zur Erklärung ihrer anhaltenden Aktualität. Zum anderen zeigt sie über das konkrete Beispiel hinaus wichtige Forschungsperspektiven im Bereich der Soziologie der Freundschaft wie auch der Gruppensoziologie, der Ideengeschichte und der Theorie der (Neo-)Avantgarde.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am reizvollsten wäre sicherlich die Konfrontation der Außen- mit der Innenperspektive und daher die Diskussion mit den beiden zentralen Figuren der Gruppe – Guy Debord und Asger Jorn – gewesen, um der Leidenschaft und der Energie, die ihrem Denken und Handeln zu Grunde lagen, noch näher zu kommen. Doch auch der Blick nach vorne, die Diskussion der Arbeit im Kontext urbanistischer Fragen und aktueller politischer wie auch künstlerischer Gruppen, die sich auf die S.I. beziehen, bietet interessante Fragestellungen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine leidenschaftliche Studie zur Gruppenstruktur und Theoriebildung der Situationistischen Internationale als bis heute bedeutsamer Avantgarde des 20. Jahrhunderts.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Orlich, Max Jakob
Max Jakob Orlich (Dr. phil.) lebt und arbeitet als Journalist, Soziologe und Fotograf in Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kunst-, Kultur- und Gruppensoziologie sowie urbanistische und alltagssoziologische Fragestellungen. Er ist als Social-Media-Koordinator an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg beschäftigt.

Max Jakob Orlich (Dr. phil.) lebt und arbeitet als Journalist, Soziologe und Fotograf in Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kunst-, Kultur- und Gruppensoziologie sowie urbanistische und alltagssoziologische Fragestellungen. Er ist als Social-Media-Koordinator an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg beschäftigt.



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