Buch, Deutsch, Band Band 029, gebunden
Reihe: Italien in der Moderne
Die italienische Kolonialmedizin im Versuchsfeld Libyen 1912-1940
Buch, Deutsch, Band Band 029, gebunden
Reihe: Italien in der Moderne
ISBN: 978-3-412-53617-6
Verlag: Böhlau
Libyen war von 1912 bis 1943 eine Kolonie – zuerst des liberal regierten, seit 1922 des faschistisch beherrschten Italiens. Es sollte als Auffangbecken für die überschüssige bäuerliche Bevölkerung des italienischen Südens dienen, die dabei war, in hohem Ausmaß in andere Zielländer auszuwandern.
Der Faschismus, wie er hier in Erscheinung trat, lässt sich als ein biologisches Kolonialregime kennzeichnen. Es ging zum einen darum, die Bevölkerungszahl Italiens zu erhöhen und die eigene Bevölkerung in der Kolonialsituation zu ertüchtigen. Zum anderen sollten die Libyer auf ein höheres zivilisatorisches Niveau gebracht, sie somit in den faschistischen Staat integriert werden. Hierzu schienen die Hygienisierung der Lebensverhältnisse und medinische Interventionen als geeignete Mittel. Ferner waren die Hygienekampagnen und der Aufbau medizinischer Infrastrukturen dazu gedacht, das Territorium für die eigenen Siedlungszwecke offen zu halten.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Weltgeschichte & Geschichte einzelner Länder und Gebietsräume Geschichte: Ereignisse und Themen
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