Pielhoff | Maßstabsinterpretation | Buch | 978-3-16-200511-3 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 358 Seiten, fadengeheftete Broschur, Format (B × H): 155 mm x 232 mm

Reihe: Rechtstheorie - Legal Theory

Pielhoff

Maßstabsinterpretation

Die Auslegung verfassungsgerichtlicher Maßstäbe aus pragmatistischer Perspektive
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-16-200511-3
Verlag: Mohr Siebeck

Die Auslegung verfassungsgerichtlicher Maßstäbe aus pragmatistischer Perspektive

Buch, Deutsch, 358 Seiten, fadengeheftete Broschur, Format (B × H): 155 mm x 232 mm

Reihe: Rechtstheorie - Legal Theory

ISBN: 978-3-16-200511-3
Verlag: Mohr Siebeck


Verfassungsrecht ist zu großen Teilen Rechtsprechungsrecht. Aber wie sind verfassungsgerichtliche Maßstäbe zu interpretieren? Inwieweit sind sie abstrahierbar, inwieweit sind sie zu kontextualisieren, zu historisieren und zu relativieren? Unter Bezug auf pragmatistische Theorien der Methodenwahl entwickelt Simon Pielhoff eine Methode zur Maßstabsinterpretation zwischen Historisierung und Abstraktion. Er rekonstruiert aus Arbeiten u.a. von Ronald Dworkin, Joseph Raz und Scott Shapiro ein „teleologisches Argument" zur Methodenwahl. Hiernach sind Normen mit einer Methode zu interpretieren, die Funktionen zur Geltung bringt, wegen derer wir diese Normen befolgen. Methoden sind also einem pragmatistischen Test zu unterziehen: sie müssen sich über ihre Folgen bewähren. Wenn verfassungsgerichtliche Maßstäbe die Verfassungsanwendung vereinfachen, vereinheitlichen und Kompetenzen zuweisen, sollen Interpretationsmethoden ihnen diese Wirkung erlauben. Simon Pielhoff argumentiert, dass diese Methodenwahl für die Suche nach einer Methode zur Maßstabsinterpretation besonders geeignet ist. Sie bietet als „Incompletely Theorized Agreement" einen gemeinsamen Nenner zwischen den Positionen der Debatte um die Maßstabsinterpretation. Das teleologische Argument spricht für ein Verständnis verfassungsgerichtlicher Maßstäbe als Normen mit impliziten Ausstiegsklauseln. Maßstäbe sind abstrakt anwendbar, behalten sich aber immer eine Abweichung vor. Die Bindung an Maßstäbe ist demnach ausdifferenziert. Sie unterscheidet sich, je nach dem welche Form ein Maßstab hat, wie abstrakt er ist und wer ihn interpretiert. Ferner ist eine Abweichung von Maßstäben, die im Anwendungskontext nicht überzeugen, stets vorgesehen, ohne damit den Maßstab zu missachten. Nach der Entwicklung der „Ausstiegsmethode" diskutiert Simon Pielhoff anhand pragmatistischer Kriterien den Methodenvorschlag historisierender Maßstabsrelativierung und die Praxis abstrahierender Maßstabsverwendung.

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Weitere Infos & Material


Einführung
1. Teil - Streit ohne Gegenstand: Die Methodendebatte über die Interpretation verfassungsgerichtlicher Maßstäbe und Bedingungen von Methodenvorschlägen

I. Die Methodendebatte über die Interpretation verfassungsgerichtlicher Maßstäbe
II. Bedingungen für das Gelingen eines Methodenvorschlags
2. Teil - Gegenstand ohne Streit: Das teleologische Argument zur Methodenwahl
I. Einführung des Arguments: Methodenwahl als pragmatische Teleologie
II. Eignung des teleologischen Arguments zu den Gelingensbedingungen eines Methodenvorschlags: taugt es als Incompletely Theorized Agreement?
3. Teil - Pragmatistischer, historisierender und dogmatischer Umgang mit Maßstäben: Beurteilung verschiedener Interpretationsmethoden nach ihren Funktionen
I. Gedanken und Zeit in Maßstäben gefasst - Die Ausstiegsmethode
II. Gedanken in Zeit gefasst - Vergleich mit der Kontextualisierungsmethode
III. Zeit in Gedanken gefasst - Vergleich mit der Abstrahierungsmethode
Schluss: Pragmatische Teleologie der Methodenwahl

Einführung
1. Teil - Streit ohne Gegenstand: Die Methodendebatte über die Interpretation verfassungsgerichtlicher Maßstäbe und Bedingungen von Methodenvorschlägen

I. Die Methodendebatte über die Interpretation verfassungsgerichtlicher Maßstäbe - II. Bedingungen für das Gelingen eines Methodenvorschlags
2. Teil - Gegenstand ohne Streit: Das teleologische Argument zur Methodenwahl
I. Einführung des Arguments: Methodenwahl als pragmatische Teleologie - II. Eignung des teleologischen Arguments zu den Gelingensbedingungen eines Methodenvorschlags: taugt es als Incompletely Theorized Agreement?
3. Teil - Pragmatistischer, historisierender und dogmatischer Umgang mit Maßstäben: Beurteilung verschiedener Interpretationsmethoden nach ihren Funktionen
I. Gedanken und Zeit in Maßstäben gefasst - Die Ausstiegsmethode - II. Gedanken in Zeit gefasst - Vergleich mit der Kontextualisierungsmethode - III. Zeit in Gedanken gefasst - Vergleich mit der Abstrahierungsmethode
Schluss: Pragmatische Teleologie der Methodenwahl


Pielhoff, Simon
Geboren 1996; Studium der Rechtswissenschaften in Münster; 2020 Erste Juristische Prüfung; 2025 Promotion (Münster); Rechtsreferendariat am Kammergericht Berlin; 2026 Zweite Juristische Prüfung.

Geboren 1996; Studium der Rechtswissenschaften in Münster; 2020 Erste Juristische Prüfung; 2025 Promotion (Münster); Rechtsreferendariat am Kammergericht Berlin; 2026 Zweite Juristische Prüfung.

Born 1996; studied law in Münster; 2020 First State Examination; 2025 PhD (Münster); legal clerkship (Rechtsreferendariat) at the Berlin Court of Appeal (Kammergericht); 2026 Second State Examination.



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