Puff-Trojan | 'Der Geist ist Flamme' | Buch | 978-3-85449-719-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 180 Seiten, Klappenbroschur, Format (B × H): 135 mm x 210 mm

Puff-Trojan

'Der Geist ist Flamme'

Heideggers Denken und die Literatur
Erscheinungsjahr 2026
ISBN: 978-3-85449-719-6
Verlag: Sonderzahl Verlagsges.

Heideggers Denken und die Literatur

Buch, Deutsch, 180 Seiten, Klappenbroschur, Format (B × H): 135 mm x 210 mm

ISBN: 978-3-85449-719-6
Verlag: Sonderzahl Verlagsges.


Das Denken von Martin Heidegger steht in einem intensiven Austausch mit der Sprache der Literatur. Dies gilt zunächst fu¨r Heideggers eigene Beschäftigung mit der Dichtung: Sowohl Hölderlin als auch Trakl fungieren bereits fru¨h als fixe Bezugspunkte seines Denkens, auch Lektu¨ren von Nietzsche und Rilke markieren wichtige Auseinandersetzungen. Die ambivalente Faszination Heideggers fu¨r Paul Celan steht in der Nachkriegszeit stellvertretend fu¨r eine ganze Reihe weiterer Literat:innen wie René Char oder Ilse Aichinger, mit denen Heidegger teils auch persönlichen Austausch pflegte.Umgekehrt wurde Heideggers Denken von zahlreichen Autor:innen intensiv rezipiert. Dessen eigenständige Sprachverwendung spielt hier ebenso eine Rolle wie die zunehmende Aufmerksamkeit, die er der Sprache als Bedingung jeglicher Philosophie schenkte. Mit Blick auf Trakls Dichtung spricht er von der »Flamme« des dichterischen Geistes, dessen Licht ganz andere Wege zu erhellen vermag als der technophile Blick einer entfesselten Moderne – und so als mahnende Göttin der Ökologie fungieren könnte. Dieser Anschlussfähigkeit steht allerdings die politische Verfu¨hrbarkeit des Philosophen zur Zeit des Dritten Reichs entgegen, die etwa Ingeborg Bachmann, Paul Celan oder Maurice Blanchot trotz aller Bewunderung kritische Distanz halten ließ.Der Literaturwissenschaftler Andreas Puff-Trojan zeichnet in diesem Essay sowohl die Faszination fu¨r Heideggers Sprachdenken als auch die wechselseitigen Bezugnahmen zwischen Denken und Dichten nach. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, macht sich Puff-Trojan auf die Suche nach heideggerischen Spuren in den Werken von Ilse Aichinger und Gu¨nter Eich, Hans Arp und Helmut Heißenbu¨ttel, Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Neben Peter Handkes Sympathie fu¨r eine »erzählende« Philosophie im Unterschied zur »beweisenden« steht die Hassliebe Elfriede Jelineks, die kalauert: »Nichts wird weniger, aber das Nichts wird mehr.« Doch: »… eine Prise Heidegger, die muss sein, denn ich kann es nicht allein.«

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Puff-Trojan, Andreas
Andreas Puff-Trojan, geboren 1960 in Wien. Studium der Germanistik, Philosophie und Logik. Universitätslektorate in Budapest und Paris. Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten, 2003 Dozent an der Universität Osnabrück, momentan Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Kulturjournalist. Zahlreiche Veröffentlichungen in deutscher und französischer Sprache.



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