Quick | Live-Theatermusicking | Buch | 978-3-381-16301-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 62, 320 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 220 mm

Reihe: Forum Modernes Theater

Quick

Live-Theatermusicking

Gegenwartstheater zwischen Künsten, Körpern und Identitäten
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-381-16301-4
Verlag: Narr Dr. Gunter

Gegenwartstheater zwischen Künsten, Körpern und Identitäten

Buch, Deutsch, Band 62, 320 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 220 mm

Reihe: Forum Modernes Theater

ISBN: 978-3-381-16301-4
Verlag: Narr Dr. Gunter


Das Gegenwartstheater klingt, tönt, musiziert. Musik stellt einen kaum mehr wegzudenkenden Teil von aktuellen Schauspielproduktionen dar, und doch besteht ein erhebliches Defizit an künstlerischer, akademischer wie auch journalistischer Wahrnehmung, Reflexion und Würdigung dieser ästhetischen und praktischen Entwicklung, die circa seit der Jahrtausendwende insbesondere im deutschsprachigen Raum beobachtet werden kann. Vorliegende Arbeit widmet sich dem ,Live-Theatermusicking' aus praxeologischer Perspektive. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den korporealen Prozessen, die beim Ausüben der künstlerischen Praxis in den Darsteller:innenkörpern vonstattengehen. Diese nehmen, so die These der Studie, entscheidenden Einfluss auf die performativ hervorgebrachten Identitäten der personae auf der Bühne, die sich dabei in vielfältigen liminalen Zwischenräumen artikulieren.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. EINLEITUNG

1.1 Stimmungen heutiger Theatermusik - ein exemplarisches Panorama

1.2 Singendes und klingendes Theater im disziplinären Dilemma

1.3 Theatermusik heute als künstlerische Praxis

1.4 ,Communities of Practice'

1.5 Live-Theatermusizieren auf der Bühne der Gegenwart

1.6 Korporeale Prozesse performativer Identitätsbildung

1.7 Fragen und Begriffe

1.8 Forschungsdesign
2. WEGE UND DISKURSE

2.1 WEGE

2.1.1 Musik in der Theatergeschichte

2.1.2 Historische Schauspielmusik

2.1.2.1 Schauspielmusik als dramaturgisches Mittel

2.1.2.2 Schauspielmusik als performatives Moment

2.1.2.3 Phänomenologische Rezeption historischer Schauspielmusik zwischen Sinn und Sinnlichkeit

2.1.3 Szenische Momente im Konzert

2.1.3.1 Konzert als Inszenierung

2.1.3.2 Musikszenisches im Konzert

2.1.4 Theater und Musik in Personalunion

2.1.4.1 Theatermusizieren in der Commedia dell'Arte

2.1.4.2 Theatermusizieren im Epischen Theater Bert Brechts

2.2 DISKURSE

2.2.1 ,Music as Performance' und ,Musicking'

2.2.2 Phänomenologische Diskurse zu Sinn und Sinnlichkeit

2.2.3 Korporealität zwischen Präsenz und Repräsentation

2.2.4 Musical Embodiment und performative Identitätsbildung

2.2.5 Polymediale Narrativität und mediales Storytelling

2.2.6 Theatermusicking als praktisches Kontinuum

3. LIVE-THEATERMUSICKING IM GEGENWARTSTHEATER

3.1 How to do? - Trianguläres Methodendesign

3.1.1 Aufführungsanalysen

3.1.2 Probenethnographien

3.1.2.1 Ethnographische Theaterprobenforschung heute

3.1.2.2 Die Episteme der Theaterprobe beim Live-Theatermusicking

3.1.3 Künstlerische Forschung: Workshops als Arbeitslaboratorien

3.1.4 Auswertung der qualitativen Forschungsdaten

3.2 Spielarten des Theatermusickings

3.2.1 Theatermusiker:innen als Spielemacher:innen

3.2.1.1 Theatermusicking und das Spiel mit der Diegese

3.2.1.2 Performative Morphosen durch Theatermusicking

3.2.1.3 Musik-spielende personae
3.2.1.4 Schau-spielende musical personae und characters

3.2.1.5 Spielemacher:innen zwischen Schauspiel und Musikperformance

3.2.2 Das Spiel als kreatives Moment

3.2.2.1 Der ,Homo Ludens' in der Theatermusik

3.2.2.2 Strategien der Spielfindung

3.2.2.3 Spielerische Wissensgenerierung

3.2.3 Die ,Band' als künstlerischer und sozialer Klangkörper

3.2.3.1 Keep it simple! - Zur emergenten Kraft des Zusammenspiels

3.2.3.2 Musikalische und soziale Bildung eines Klangkörpers

3.2.4 Performatives Potenzial des Nicht-Perfekten
3.2.4.1 Erzählen durch musikalische Form und Interpretation

3.2.4.2 Wenn der Sprache die Worte ausgehen

3.2.4.3 Der ,schmale Grat'

3.2.5 Formen der Klangbildung

3.2.5.1 ,Sound' und Klangkomposition im Theatermusicking

3.2.5.2 Klingt gut?

3.2.6 Zwischen Improvisation und Notation

3.2.6.1 Formen und Funktionen von Notation

3.2.6.2 Zwischen Werk und Flüchtigkeit

3.3 Theatermusik und Inszenierung

3.3.1 Theatermusik als zentraler Motor szenischer Dramaturgie

3.3.1.1 Theatermusik als inkludierendes und exkludierendes Moment
3.3.1.2 Narrativität musikalischer Formprinzipien im Theatermusicking

3.3.1.3 ,Drastic' Dramaturgie - Theatermusicking als ,invasives' Moment?

3.3.2 ,Dramaturgische Bögen' durch Theatermusik

3.3.2.1 Rahmen-Dramaturgien durch Wiederholung und Variation

3.3.2.2 Performativität mimetischer Rahmensysteme im Theatermusicking

3.3.2.3 Lost and Found? Assoziationsräume zwischen Komposition und Zitat

3.3.3 ,Betwixt and between' Körperklängen und Klangräumen

3.3.3.1 Theatermusicking als liminale Praxis

3.3.3.2 Identitäre Krisenmomente als ästhetisches Prinzip

3.3.3.3 Doppelprofession und Personalunion: Multidimensionale téchn im Theatermusicking

3.3.4 Theatermusik als szenisches Moment - Überlegungen zu einem disz


Tamara Yasmin Quick ist Dramaturgin für Musiktheater und Tanz. Zudem ist sie interdisziplinär in Forschung und Lehre für MusikTheater tätig.



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