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Eine kritische Analyse religionsethnologischer Seelenkonzeptionen
Buch, Deutsch, 351 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 585 g
ISBN: 978-3-912662-00-9
Verlag: Kassandra Medienverlag
Der Ausdruck „Seele des Primitiven“ gehört zur Begriffsgeschichte der europäischen Ethnologie – und trägt zugleich die Spuren eines problematischen Blicks auf andere Kulturen. In der wissenschaftlichen Beschreibung fremder Weltanschauungen wurden Vorstellungen vom Menschen häufig in europäische Kategorien wie ‚Seele‘, ‚Geist‘ oder ‚Bewusstsein‘ übersetzt. Guido Rappe untersucht die religionsethnologischen Seelenkonzeptionen bedeutender Vertreter der sogenannten ‚Schwedischen Schule‘, insbesondere Ernst Arbman und Åke Hultkrantz, und verfolgt ihre theoretischen Voraussetzungen bis zu Edward Tylor und Wilhelm Wundt zurück. Die Analyse zeigt, wie solche Modelle entstanden sind, welche begrifflichen Schwierigkeiten sie enthalten und inwiefern sie von ethnozentrischen Voraussetzungen geprägt sind. Auf der Grundlage leibphänomenologischer Überlegungen entwickelt das Buch Perspektiven für eine präzisere Beschreibung kultureller Vorstellungen vom Menschen, vom Leib und vom Selbst jenseits traditioneller Seelenkonzepte.
Zielgruppe
Für Studierende, Forschende und Lehrende der Ethnologie, Religionswissenschaft, Philosophie und Kulturwissenschaft sowie für Leserinnen und Leser mit Interesse an anthropologischen Menschenbildern, Seelenkonzeptionen und der Geschichte ethnologischer Theorieansätze.




