Buch, Deutsch, Band 82, 128 Seiten, Format (B × H): 146 mm x 205 mm, Gewicht: 197 g
Reihe: Widersprüche
Buch, Deutsch, Band 82, 128 Seiten, Format (B × H): 146 mm x 205 mm, Gewicht: 197 g
Reihe: Widersprüche
ISBN: 978-3-89370-361-6
Verlag: USP
Die Orientierung an der kleinräumigen territorialen Einheit (Stadtteil, Straßenzug, Nachbarschaft) prägt die aktuellen Auseinandersetzungen um Sozialpolitik und Soziale Arbeit: ‚Quartiersmanagement’, ‚Stadtteilarbeit’ oder ‚Präventive Gemeinwesenarbeit’ sollen die zunehmenden Segregationsprozesse in bundesrepublikanischen Städten und Gemeinden rückgängig machen oder zumindest stoppen.
Geographisch-territoriale Raumeffekte rücken in den Mittelpunkt intervenierender Maßnahmen von Sozialpolitik und Sozialer Arbeit, gleichzeitig werden aber auch neue soziale Raumeffekte konstruiert: Bestimmte Wohnareale sind inzwischen als ‚benachteiligt’ identifiziert. Damit werden allzu leicht die heterogenen und widersprüchlichen sozialen Räume, in denen sich die Akteure bewegen, übersehen und Segregationsprozesse erst sozialadministrativ festgeschrieben. In diesem Spannungsfeld unternehmen die Beiträge den Versuch, ‚Sozialraumorientierung’ zu rekonstruieren, kritisch zu kommentieren und alternative Vorgehensweisen zu formulieren.
Der Band enthält folgende SCHWERPUNKT-Beiträge: Michael May: Sozialraum: Unterschiedliche Theorietraditionen, ihre Entstehungsgeschichte und praktischen Implikationen; Holger Ziegler: Drei Mann in einem Boot – Warum sich die soziale mit der sicheren Stadt und beide mit dem ‚aktivierenden’ Sozialstaat so gut verstehen; Fabian Kessl: Komm rein, dann kannst du rausschau’n! Zur Konjunktur sozialraumorientierter Präventionsstrategien; Michael Lindenberg: Paradoxe Intervention. Sicherheitskonferenzen zwischen kommunaler Kriminalprävention und Quartiersbelebung; Matthias Hamberger et al.: Die Rede vom Sozialraum. – ein virtueller Meinungsaustausch.
FORUM-Beiträge: André Gorz: Antworten zu: Arbeit und Lohnverhältnis, Selbstentwicklung und Grundeinkommen; Gisela Notz: Frauenpolitik goes Mainstreaming. Historisch-kritische Anmerkungen zu einem modischen Thema.




