Buch, Deutsch, Band 10, 512 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm, Gewicht: 869 g
Deutschland und Frankreich seit den 1990er Jahren
Buch, Deutsch, Band 10, 512 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm, Gewicht: 869 g
Reihe: Medien und kulturelle Erinnerung
ISBN: 978-3-11-101848-5
Verlag: De Gruyter
Die vorliegende Monografie untersucht die diskursive Herstellung von Emotionen im Kontext postkolonialer Erinnerungspolitiken in Deutschland und Frankreich. Beide Länder sehen sich seit den 1990er Jahren mit wachsenden Forderungen konfrontiert, ihre kolonialen Vergangenheiten anzuerkennen und begangene Verbrechen wiedergutzumachen. Ausgehend von der Annahme, dass emotionale Zuschreibungen die Bedeutung der Vergangenheit für die Gegenwart legitimieren bzw. delegitimieren, fragt die Autorin danach, welche Emotionen in den medialen sowie politischen Auseinandersetzungen mit dem Algerienkrieg in Frankreich und dem Völkermord an den OvaHerero und Nama in Deutschland produziert werden. Die transnationale Vergleichsperspektive deutscher und französischer postkolonialer Erinnerungspolitiken zeigt die emotionalen ‚Verstrickungen‘ zwischen beiden Ländern auf und betrachtet das nationalstaatliche Erinnerungshandeln zugleich vor dem Hintergrund globaler Erinnerungstendenzen. Die Arbeit weist somit über die analysierten Fallstudien hinaus, indem die Dominanz vermeintlich ‚rationaler‘ Wissensproduktion in westlichen Gesellschaften infrage gestellt und ein Beitrag zu einer postkolonialer Erinnerungspolitiken geleistet wird.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Literaturwissenschaft
- Sozialwissenschaften Politikwissenschaft Internationale Beziehungen Kolonialismus, Imperialismus
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtswissenschaft Allgemein Geschichtspolitik, Erinnerungskultur
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtliche Themen Kolonialgeschichte, Geschichte des Imperialismus




