Reinke | Ein Gespür für den Verlust | Buch | 978-3-948773-31-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 340 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 190 mm, Gewicht: 324 g

Reinke

Ein Gespür für den Verlust

Soziale Arbeit, Digitalisierung und die Frage nach dem Subjekt
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-948773-31-1
Verlag: bifop-Verlag

Soziale Arbeit, Digitalisierung und die Frage nach dem Subjekt

Buch, Deutsch, 340 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 190 mm, Gewicht: 324 g

ISBN: 978-3-948773-31-1
Verlag: bifop-Verlag


Shoshana Zuboff spricht von einem Gespür für den Verlust dessen, was uns im Zeitalter der Datenökonomie genommen wird — nicht unsere Daten allein, sondern die Erwartung, Herr über das eigene Leben zu sein. Dieses Buch folgt genau diesem Gespür. Persönlich, unfertig, suchend — und dennoch analytisch präzise.
Hartmut Reinke, Professor für Sozialmanagement und Berufspädagogik, fragt, was Überwachungskapitalismus und digitale Transformation m
für das bedeuten, was Soziale Arbeit im Kern ausmacht: dem Anspruch auf Selbstbestimmung, auf innere Erfahrung, auf Menschlichkeit als Maßstab professionellen Handelns. Er schreibt nicht über Zuboff — er denkt mit ihr. Vier Kategorien aus ihrem Werk werden zur Gliederung des eigenen Denkwegs: das Gespür für den Verlust, die innere Erfahrung und der Wille zum Wollen, die öffentlichen Räume des Handelns, und schließlich die Frage, was es bedeutet, dass der Mensch obenan stehen soll.
Er hört zu: Fachkräfte der Sozialen Arbeit kommen in einer qualitativen Feldstudie zu Wort. Ihre Aussagen zeigen, wie tief die digitale Zäsur in das Selbstverständnis einer Profession eingreift — und wie unterschiedlich sie verarbeitet wird. Das kritisch-emanzipatorische Subjekt, das reflexiv-erschöpfte, das ethisch-fürsorgliche, das digital-mündige: vier Typen professioneller Subjektivität, die mehr verraten als jede Statistik.
Das Buch ist ein Essay im ursprünglichen Sinn: ein Versuch. Kein Lehrbuch, keine Streitschrift — aber auch keine bequeme Lektüre. Es richtet sich an alle, die in der Sozialen Arbeit lehren, forschen oder praktisch arbeiten und spüren, dass die Gegenwart mehr verlangt als Anpassung. Und an alle, die sich fragen, was eine Profession eigentlich verliert, wenn sie aufhört zu fragen, was sie verlieren könnte.

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Weitere Infos & Material


Reinke, Hartmut
Hartmut Reinke, geboren 1966, ist Professor für Sozialmanagement und Berufspädagogik an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management am Standort Bremen. Seine akademische Laufbahn wurzelt in einer langen Praxis: Er hat als Sozialarbeiter gearbeitet und war rund zwei Jahrzehnte als Managementberater tätig, mit dem Schwerpunkt Marketing in der Sozialwirtschaft. Diese Kombination ist selten; und sie hinterlässt Spuren im Denken und im Schreiben.
Reinke studierte Soziale Arbeit und promovierte 2019 an der Universität Rostock in Beruflicher Bildung. Seine Dissertation "Das schreibende Subjekt" erschien im Verlagshaus bifop Bremen und fragt nach den Bedingungen, unter denen Menschen schreiben, und was dieses Schreiben mit ihnen macht. Die Beschäftigung mit dem Subjekt, mit Selbstwahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit, zieht sich seitdem als roter Faden durch sein wissenschaftliches Werk.
Der vorliegende Essay ist aus einer Irritation entstanden, die Reinke nicht losließ: dem Gespür, dass die Digitalisierung der Sozialen Arbeit nicht nur neue Werkzeuge bringt, sondern an etwas rührt, das tiefer liegt. Dieses Buch ist sein Versuch, dieser Irritation auf den Grund zu gehen: persönlich, argumentativ und ohne voreilige Antworten.
Hartmut Reinke lebt in Bremen.



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