Der alte Tollak, stolzer Besitzer eines Sägewerks, ist ein Mann der Widersprüche, rüde und cholerisch, rechtschaffen und empfindsam. Für die Welt an sich hat er nur noch Flüche übrig, sie ergibt schon lange keinen Sinn mehr für ihn, die einzige Liebe, die er noch zu empfinden scheint, gilt seiner Frau, die ihn schon vor Jahren verlassen hat.
Und nun liegt er im Sterben.
Seine beiden Kinder haben kaum noch Kontakt zu ihm, doch jetzt will er sie unbedingt sehen. Jetzt, auf dem Sterbebett, beordert er seinen Sohn und seine Tochter nach Hause. Er hat ihnen etwas zu sagen, er muss ein Geheimnis mit ihnen teilen, bevor es zu spät dafür ist ...
In diesem Roman, der mit wenigen Worten auskommt und zweierlei ist: eine große Liebesgeschichte und ein atemberaubender Thriller, gelingt es Tore Renberg, das bewegende, komplexe und auch verstörende Porträt eines Mannes zu zeichnen, der mit den modernen Zeiten nicht mehr zurechtkommt, einem Mann, dessen rasender Zorn kennzeichnend ist für den unterschwelligen Sound unserer Tage.
»Meine Ingeborg« wurde von den Kritikern in Norwegen mit Autoren wie Cormac McCarthy and Tarjei Vesaas verglichen und als eines der herausragendsten Werke in Renbergs schriftstellerischer Karriere gepriesen.
Renberg
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Hippe, Karoline
Karoline Hippe, aufgewachsen an der Ostseeküste, hat Skandinavistik, Anglistik und Spracherwerbsforschung studiert und übersetzt aus dem Norwegischen, Dänischen und Englischen, u. a. Heidi Furre, Lotta Elstad und Ida Lødemel Tvedt. Die Übersetzung von Espen Dekkos »Sommer ist trotzdem« wurde mit der Silbernen Feder ausgezeichnet. Karoline Hippe lebt in Berlin und Oslo.
Renberg, Tore
Tore Renberg (geb. 1972) nimmt in der norwegischen Literatur einen außergewöhnlichen Platz ein, sein literarisches Werk umfasst eine große Spannbreite. Er ist einer von Norwegens populärsten und erfolgreichsten Autoren, vielfach preisgekrönt, seine Bücher erscheinen in 23 Ländern. Die Lungenschwimmprobe ist sein erster historischer Roman, für den er mehrmals vor Ort in Sachsen war, um in Archiven, Museen und Kirchenbüchern Anregungen und Anhaltspunkte für seine Geschichte zu finden.