Robert Becker, geboren am 3. August 1960 in Kassel, hat wenig übrig für Schubladen. Weder für seine Figuren noch für sich selbst.
Nach einem externen Studium der Sozialarbeit, Ausbildung zum systemischen Familientherapeuten. Seit 45 Jahren arbeitet er mit großer Leidenschaft in der Jugendhilfe und in eigener Praxis in Frankfurt am Main.
Freier Autor
Autodidakt zu sein, versteht Robert Becker eher als Haltung denn als Makel. Er eignet sich an, was ihn interessiert, hinterfragt Gewohntes und geht gern seinen eigenen Weg. Das gilt auch für seine Bücher. Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit Verlagen – zuletzt mit dem Konkursbuch Verlag in Tübingen – ist er heute aus Überzeugung Selfpublisher und veröffentlicht seine Romane im eigenen Robeck-Verlag.
Je älter er wird, desto wichtiger werden ihm Freiheit und Unabhängigkeit.
Geschrieben hat er schon als Jugendlicher. Heute entstehen vor allem Beziehungsromane und Bücher über Menschen, deren Leben nicht in vorgefertigte Kategorien passt. Seine Figuren dürfen widersprüchlich sein, eigensinnig, verletzlich, komisch, unbequem und manchmal alles gleichzeitig. Denn ein Gedanke zieht sich durch seine Arbeit: Man ist immer mehr, als die Menschen in einem sehen wollen.
Queere Themen nehmen dabei bewusst einen besonderen Raum ein. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche und politische Töne gegenüber Menschen, die nicht in traditionelle Vorstellungen von Leben, Liebe und Identität passen, wieder schärfer werden, ist Haltung für Robert Becker unverzichtbar. Wo Minderheiten ausgegrenzt, bedroht oder angegriffen werden, genügt es ihm nicht, sich herauszuhalten. Für ihn bedeutet demokratische Überzeugung auch, sich sichtbar auf die Seite von Vielfalt, Selbstbestimmung und gegenseitigem Respekt zu stellen.
Robert Becker ist seit 1982 verheiratet, Vater zweier erwachsener Töchter und Großvater.