Buch, Deutsch, Band 91, 380 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 150 mm x 219 mm, Gewicht: 580 g
Reihe: Edition Museum
Wechsel des Mediensystems in Grafischen Sammlungen
Buch, Deutsch, Band 91, 380 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 150 mm x 219 mm, Gewicht: 580 g
Reihe: Edition Museum
ISBN: 978-3-8376-7630-3
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Grafische Sammlungen sind für mich besondere Räume in Museen: Sie bilden analoge Bilder-Suchmaschinen mit eigenen, nicht immer transparenten Zugangswegen. Oft ist nur ein Teil der Werke digitalisiert und online dann in ganz andere mediale Kontexte eingebunden. Ich wollte verstehen, wie heutige Grafische Sammlungen als ein System von Medien bzw. Objekten funktionieren und die Prozesse und Mechanismen der Digitalisierung und computergestützten Dokumentation nachvollziehbar machen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Grafische Sammlungen eröffnen viele Fragestellungen: Von den verschiedenen Gattungen und Künstler*innen bis hin zur Geschichte der Sammlungen. Ich lenke in einer neuartigen Zusammenschau den Blick auf die Sammlungen der Gegenwart und ihre Beschaffenheit. Dabei geht es mir nicht nur um Werke und Sammlungsobjekte, sondern um das, was dazwischen ist bzw. sie verbindet: Passepartouts, Kisten, Sammelbände, analoge und digitale Verzeichnisse, Bildschirme, Scananlagen, Datenbanken oder Online.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Derzeit wird vielfach der Einsatz von KI in Museen diskutiert und die digitale Kunstgeschichte nutzt Daten aus Museen für die Forschung. Mein Beitrag beleuchtet am Beispiel Grafischer Sammlungen, gewissermaßen den Maschinenraum, den Ursprung musealer Informationen und Daten. Er zeigt, wie komplex bereits der Hintergrund ist, vor dem die aktuellen und künftigen Anwendungen aufgebaut werden. Die darin generierten Daten und Bilder sollten selbst immer wieder Gegenstand bewusster Reflexion sein.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Da die Texte von Dieter Mersch wichtige theoretische Grundlagen für meinen Blick auf Grafische Sammlungen als medial funktionierende Netze waren, würde ich gern mit ihm diskutieren – insbesondere über meine Auswahl einzelner Objekte im dritten Kapitel. Außerdem würde mich der künstlerische Blick von Candida Höfer auf Grafische Sammlungen interessieren. Sie hat bereits wunderbare Fotografien in Universitäten und Bibliotheken gemacht.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Mein Buch birgt eine Reise durch das sichtbare und unsichtbare Netz Grafischer Sammlungen.




