Rolin | Joséphine | Buch | 978-3-98514-143-2 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 120 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 118 mm x 198 mm, Gewicht: 158 g

Rolin

Joséphine


Erscheinungsjahr 2026
ISBN: 978-3-98514-143-2
Verlag: Turia + Kant, Verlag

Buch, Deutsch, 120 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 118 mm x 198 mm, Gewicht: 158 g

ISBN: 978-3-98514-143-2
Verlag: Turia + Kant, Verlag


»»Ich hatte nie richtig verstanden, warum sie mit einer solchen Regelmäßigkeit in etwas zurückfiel, das sie so sehr fürchtete und verabscheute wie die Heroinsucht, es sei denn, dass sie in ihrer panischen Angst, verlassen oder nicht genug geliebt zu werden, ständig testen musste, bis in welche Abgründe der Mann, den sie liebte, ihr folgen würde.««\n\n\n\nJoséphine ist Jean Rolins autobiografische Erinnerung an die tragisch-zerrissene Gestalt seiner Geliebten der frühen 1990er Jahre, die auch die Frau von Félix Guattari war – der im Roman nur »F.« genannt wird. Sein Reporterblick beschreibt Szenen von Joséphine in Paris, auf Bahnfahrten durch die französische Provinz bis an die Atlantikküste oder auf Streifzügen durch die südliche Garrigue. Auch in diesem Buch des Autors und Kriegsberichterstatters Rolin spielen Orte eine weit über äußere Koordinaten hinausreichende Rolle; in ihnen verdichten sich die Stadien von Liebe und Scheitern, von Anziehung und Verzweiflung, die hier Hand in Hand gehen. \n\nJoséphine kann leichtfüßig und verspielt sein, sich als Frau in Szene setzen – und doch kann sie nicht verhindern, dass belanglose Gespräche zu verwirrendem Streit führen, dass ihr Momente der Leichtigkeit entgleiten und in stummer Hilflosigkeit enden. \n\nJoséphine ist heroinabhängig und verfügt über keine rettenden Strukturen oder Routinen. Sie kann ihren Schmerz nur in geheimen Heften oder in Träumen ausdrücken. Sie starb 1993, mit 31 Jahren, an einer Überdosis. Dieses Buch wurde kurz danach geschrieben.

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Weitere Infos & Material


Jean Rolin, geboren 1949, Journalist und Autor von Romanen, Reiseerzählungen und Kriegsreportagen u.a. für Libération, Le Figaro und Le Monde. Für seine Bücher und Essays erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Prix Albert-Londres (1988), den Prix Médicis (1996) und den Grand Prix de Littérature Paul Morand (2004). Auf Deutsch sind von ihm der Roman Boulevard Ney (2009) und Einen toten Hund ihm nach. Reportagen von den Rändern der Welt (2012) erschienen. \n\nAnnette Wunschel übersetzte für Turia + Kant zuletzt den Roman Winarta (2024) des indonesischen Autors Basuki Gunawan aus dem Niederländischen. Seit 2025 arbeitet sie mit am Projekt »Übersetzung des Lanzmann-Audioarchivs« des Jüdischen Museums Berlin.



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