Buch, Deutsch, Band 10, 296 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 236 mm, Gewicht: 671 g
Utopisches Denken im 18. Jahrhundert zwischen literarischer Fiktion und frühneuzeitlicher Gartenkunst
Buch, Deutsch, Band 10, 296 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 236 mm, Gewicht: 671 g
Reihe: Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung
ISBN: 978-3-484-81010-5
Verlag: De Gruyter
Mitte des 18. Jahrhunderts fand im Diskurs der Aufklärung eine bedeutsame Umorientierung statt. Der einseitige Rationalismus wurde abgelöst durch eine Konzeption des 'Ganzen Menschen', die nun auch seine Sinnlichkeit als Erfahrungsraum der Vernunft zum Gegenstand hatte. Vor diesem Hintergrund untersuchen 13 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen in den Beiträgen dieses Bandes, wie sich die anthropologische Wende auf die utopische Literatur sowie die von ihr beeinflußte Landschaftsgestaltung und Architektur ausgewirkt hat. Der vorliegende Versuch besticht gerade dadurch, daß erstmals der gesamte Paradigmenwechsel in interdisziplinärer Zusammenschau vorgestellt wird.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Kunst Kunststile Indigene Kunst, Volkskunst
- Sozialwissenschaften Ethnologie | Volkskunde Ethnologie Kunstethnologie, Musikethnologie
- Geisteswissenschaften Kunst Kunstgeschichte Kunstgeschichte: Renaissance, Manierismus
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Vergleichende Literaturwissenschaft
- Geisteswissenschaften Kunst Kunstgeschichte Kunstgeschichte: Präkolumbisch
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Literarische Stoffe, Motive und Themen
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtliche Themen Kultur- und Ideengeschichte
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Weltgeschichte & Geschichte einzelner Länder und Gebietsräume Europäische Geschichte
Weitere Infos & Material
Inhalt: Richard Saage/Eva-Maria Seng, Einleitung. - Peter Cornelius Mayer-Tasch, Das Paradies im Quadrat. Zur Entwicklungsgeschichte der Geometrisierung der Gartenkultur. - Hans-Günter Funke, Die literarische Utopie der französischen Aufklärung zwischen archistischem (Vairasse, Fontenelle, Morelly) und anarchistischem Ansatz (Foigny, Fénelon, Lahontan). - Joachim Meißner, Die Venus von Tahiti. Über den Anteil der Südseeutopien an der Erotisierung des Utopischen. - Heinz Thoma, Utopie, Naturzustand und Vertragsdenken bei Rousseau. - Hubertus Günther, Kult der Primitivität im Klassizismus. - Ulf Küster, Natur ordnen. Landschaftserfahrung im 18. Jahrhundert. - Eva-Maria Seng, Der Wörlitzer Park zwischen englischem Landschaftsgarten und Bon-Sauvage-Utopie? - Erhard Hirsch, Utopia realisata. Utopie und Umsetzung: Aufgeklärt-humanistische Gartengestaltung in Anhalt-Dessau. - Michael Niedermeier, Wörlitz als höfische Veranstaltung? Eros zwischen höfischer Selbstreflexion, pädagogischer Kontrolle und naturalisierter Utopie. - Jörn Garber, Antagonismus und Utopie: Georg Forsters Städtebilder im Spannungsfeld von >WirklichkeitIdeeHans Ulrich Seeber, Arkadia, Utopia, America. William Dean Howells' 'A Traveller from Altruria' (1892/93) and the tradition of pastoral thinking in utopian literature. - Richard Saage, Utopie und Industrielle Revolution bei William Morris und Oscar Wilde. - Bettina Ross, Sexualität in Utopien - ein Forschungsgegenstand?




