Safatle | Innere Bedrohung | Buch | 978-3-911804-11-0 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 256 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 200 mm

Safatle

Innere Bedrohung

Psychoanalyse der neuen Faschismen
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-911804-11-0
Verlag: tentare Verlag

Psychoanalyse der neuen Faschismen

Buch, Deutsch, 256 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 200 mm

ISBN: 978-3-911804-11-0
Verlag: tentare Verlag


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Die gängigen Erklärungen des neuen Faschismus – Regression, Ressentiment, autoritäre Persönlichkeit – haben nach Vladimir Safatle einen gemeinsamen Fehler: Sie pathologisieren politische Entscheidungen, statt sie zu verstehen, und sie dienen vor allem dazu, das eigene Lager moralisch zu entlasten. Safatle geht den umgekehrten Weg. Der Faschismus ist für ihn eine realistische Antwort auf konkrete Probleme, die konsequente Entscheidung von Subjekten, die die neoliberale Logik allgemeiner Konkurrenz zu Ende denken. Wenn die Krisen des Kapitalismus nicht mehr zu steuern sind und eine Gesellschaft für alle nicht mehr in Aussicht steht, dann entspricht es einem rationalen Kalkül, die Grenzen zu schließen und die Ärmsten von jedem gemeinsamen Gesellschaftsentwurf auszuschließen. Das Problem ist nicht, dass die Faschisten irrational wären, sondern dass ›realistisch‹ zu sein heute bedeutet, sich an eine unwirkliche und zerstörerische Realität anzupassen. Von Freud, Lacan und Adorno ausgehend, untersucht das Buch die psychische Krise, die diese Wahl begleitet und die die sozioökonomische Krise erst zum Faschismus werden lässt.

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Weitere Infos & Material


Safatle, Vladimir
Vladimir Safatle ist Professor für Philosophie und Psychologie an der Universität São Paulo (USP) und leitet dort das Zentrum für Studien zu Autoritarismen und Krisen (CEAC). Bei tentare erschien 2025 »Zynismus und das Scheitern der Kritik«.

Maniglier, Patrice
Patrice Maniglier ist Professor für Ästhetik und Philosophie an der Université Paris Ouest Nanterre. Bekannt wurde er durch seine Arbeiten zur strukturalen Philosophie, philosophischen Anthropologie, Ontologie und Ästhetik, insbesondere im Anschluss an Claude Lévi-Strauss. Zu seinen Hauptwerken gehören La vie énigmatique des signes (2006), Le Vocabulaire de Lévi-Strauss (2002) und Foucault va au cinéma (2011). Er ist Mitherausgeber der Reihe MétaphysiqueS der Presses Universitaires de France.

Vladimir Safatle ist ordentlicher Professor am Institut für Philosophie der Universität São Paulo (USP) und Professor am Institut für Psychologie derselben Universität. Gastprofessuren führten ihn an die Universitäten Ca’ Foscari (Venedig), Paris I, Paris VII, Paris VIII, Paris X, Toulouse (Frankreich), Löwen (Belgien) und Essex (England); er war Visiting Scholar an der University of California, Berkeley, sowie Fellow am Stellenbosch Institute for Advanced Study (Südafrika), am The New Institute in Hamburg und am Institut d’Études Avancées de Paris. Er leitet das Zentrum für Studien zu Autoritarismen und Krisen (CEAC/USP), ist einer der Koordinatoren des Laboratoriums für Forschung in Sozialtheorie, Philosophie und Psychoanalyse (Latesfip/USP) und verantwortet die portugiesische Ausgabe der Werke Theodor W. Adornos (Coleção Adorno, Editora Unesp). Als eine der prägenden Figuren der akademischen Linken Brasiliens war Safatle Vorkandidat für das Amt des Gouverneurs von São Paulo und Kandidat für die Abgeordnetenkammer für den Partido Socialismo e Liberdade (PSOL); in der laufenden Legislaturperiode ist er Nachrücker für ein Abgeordnetenmandat. Er war Kolumnist bei El País und Folha de S.Paulo sowie Kommentator beim Fernsehsender TV Cultura.

Seine Veröffentlichungen behandeln Psychoanalyse, Anerkennungstheorie, Philosophie der Musik, zeitgenössische französische Philosophie und die dialektische Tradition nach Hegel. Zu seinen Büchern zählen: (São Paulo: Ubu Editora, 2024; engl. Ausg.: Columbia University Press, in Vorbereitung); (Belo Horizonte: Autêntica, 2022); mit Flo Menezes: (São Paulo: n-1 edições, 2021); (Belo Horizonte: Autêntica, 2020; span. Ausg.: Buenos Aires: Prometeo, 2024); (Belo Horizonte: Autêntica, 2019; span. Ausg.: Buenos Aires: Prometeo, 2023); (Belo Horizonte: Autêntica, 2016; span. Ausg.: Cali: Editorial Bonaventuriana, 2019; ital. Ausg.: Rom: Aracne, 2022; franz. Ausg.: Lormont: Le Bord de l’Eau, 2022); (São Paulo: Martins Fontes, 2012; engl. Ausg.: Leuven: Leuven University Press, 2016); (São Paulo: Martins Fontes, 2013); (São Paulo: Boitempo, 2008; dt.: , Freising: tentare, 2025); (Belo Horizonte: Autêntica, 2017) und (São Paulo: Ed. Unesp, 2006; franz. Ausg.: Hildesheim: Georg Olms, 2010).



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