Sander | The Microstructure of Reptilian Tooth Enamel: Terminology, Function, and Phylogeny | Buch | 978-3-931516-62-8 | www.sack.de

Buch, Englisch, Band 38, 102 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 300 mm

Reihe: Münchner Geowissenschaftliche Abhandlungen

Sander

The Microstructure of Reptilian Tooth Enamel: Terminology, Function, and Phylogeny


1. Auflage 1999
ISBN: 978-3-931516-62-8
Verlag: Pfeil, F

Buch, Englisch, Band 38, 102 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 300 mm

Reihe: Münchner Geowissenschaftliche Abhandlungen

ISBN: 978-3-931516-62-8
Verlag: Pfeil, F


Die Schmelzmikrostrukturen von 43 Taxa, die für die fossilen und rezenten Reptilien repräsentativ sind, wurden untersucht. Dabei zeigte sich, daß der Reptilschmelz eine große strukturelle Vielfalt und Komplexität besitzt. Mit Ausnahme der agamiden Eidechse Uromastyx haben alle Taxa prismenlosen Schmelz, so daß ein Vergleich des Reptilschmelzes mit dem der Mammalia schwer fällt.

Um die strukturelle Vielfalt und Komplexität des Reptilschmelzes beschreiben zu können, wurde die Entwicklung einer neuen Terminologie notwendig, die eine Bewertung der phylogenetischen bzw. funktionsmorphologischen Einflüsse möglich machten. Die neue Terminologie hat einen ähnlichen hierarchischen Ansatz, wie sie für den Säugerschmelz gebräuchlich ist. Beginnend mit den kleinsten Strukturen wurden fünf Komplexitätsebenen unterschieden, wobei die Modul-Ebene die Prismen-Ebene der Säuger ersetzt. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, daß die Terminologie frei von amelogenetischen und phylogenetischen Konnotationen ist.

Die detaillierte Analyse der Schmelzmikrostruktur der 43 Taxa unter Gebrauch der neuen Terminologie zeigt, daß der Einfluß der Phylogenie gering ist. Nur zwei höhere Taxa, fortschrittliche Ornithopoden unter den Dinosauriern und die Ichthyosaurier, zeigen besondere Synapomorphien im Schmelz. Biomechanische Einflüsse auf die Internstruktur des Schmelzes sind generell sogar noch schwieriger zu belegen.

Der bestimmende Faktor für die Mikrostruktur des Schmelzes ist die Morphologie seiner Oberfläche, d.h. die Kanten, Rippen und Runzeln auf den Zähnen vieler Taxa. Es ist vor allem die Amelogenese, die bei den Reptilien für die Struktur der Zahnoberfläche verantwortlich ist, da die Schmelz-Dentin-Grenze (EDJ) meist völlig glatt ist. Das Konzept von Amelogenese als Morphogenese der Schmelzoberfläche wird am besten durch den Vergleich durophager Reptilien verdeutlicht: Zahlreiche, nicht näher miteinander verwandte Gruppen evoluierten die typischen rundlichen Knackzähne, aber jede Gruppe hat eine autapomorphe Schmelzmikrostruktur. Andere Ökomorphotypen wie ziphodonte Fleischfresser zeigen dagegen eine konvergente Evolution ähnlicher Schmelzmikrostrukturen.

Die beobachteten Strukturen führen zu wichtigen Fragen hinsichtlich der Amelogenese bei Reptilien. Im Gegensatz zu den Säugetieren gibt es keine enge Korrespondenz zwischen den strukturellen Einheiten und der Ameloblasten-Matrix. Da eine solche Übereinstimmung in den gängigen Modellen zur Entstehung der Schmelzprismen bei Säugetieren immer angenommen wurde, erscheint deren Gültigkeit zweifelhaft.

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