Buch, Deutsch, Band 9, 330 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 147 mm x 225 mm, Gewicht: 520 g
Hegemonie und Eskapismus in (extrem) rechten Netzwerken, Kulturen und Narrativen
Buch, Deutsch, Band 9, 330 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 147 mm x 225 mm, Gewicht: 520 g
Reihe: Rechtsextremismus und Rechtspopulismus
ISBN: 978-3-8376-7992-2
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Das Bild, das sich die Gesellschaft vom Rechtsextremismus macht, ist häufig von starken Klischees und Vereindeutigungen geprägt. Rechtsextremismus ist aber ein dynamisches und flexibles Phänomen und hat viele Erscheinungsformen. Es ist gar nicht so leicht, sowohl diese Vielfalt anzuerkennen, als auch geteilte Ideologieelemente hervorzugeben. Mit dem Sammelband möchten wir für neue Formen und Artikulationsweisen des Rechtsextremismus sensibilisieren und zugleich Kontinuitäten benennen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Beiträge in unserem Sammelband skizzieren jeweils aktuelle Formen des Rechtsextremismus. Es geht u.a. um Selbstverwalter, neurechte Strategen, rechtslibertäre Privatstädte, akzelerationistischen Terrorismus, Kampfsportgruppen, Computerspiele und KI-generierte Propaganda. Vieles davon wurden bisher eher in Broschüren oder Blogbeiträgen thematisiert und noch nicht intensiv beforscht.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Im Titel heben wir den hybriden Charakter des Rechtsextremismus hervor. Hybridität ist ein Schlagwort, das in vielen sozialwissenschaftlichen Disziplinen aufgegriffen wird, um uneindeutige, ambivalente, durch verschiedene Logiken geprägte Phänomene zu erfassen. Rechtsextremismus, aber auch verwandte Phänomene wie der historische Faschismus sind sehr typische Beispiele dafür. Aktuell zeigt sich das v.a. an Debatten über ›libertären Autoritarismus‹ oder ›demokratischen Faschismus‹.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die Rechtsextremismus nicht ernst nehmen, externalisieren oder verharmlosen, ihn für ein Randphänomen halten oder auf jede Kritik reflexhaft mit dem Hinweis auf ›Linksextremismus‹ reagieren. Rechte Narrative werden in Politik, Medien und Alltag auch deshalb normalisiert, weil das Problem lange unterschätzt oder ausschließlich in vertraute Schubladen gesteckt wurde.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Um Rechtsextremismus angemessen zu erfassen, braucht es Perspektiven, die seine Wandlungsfähigkeit und Vielgestaltigkeit ernst nehmen.




